Brake Die Anbindung des Braker Hafens über eine weitere Trasse an die Bundesstraße 212 war wieder einmal Thema in einer Ausschusssitzung in Brake. Die „Golzwarder Spange“ sei sicherlich gut und richtig, merkte Bauamtsleiter Rainer Hinrichs am Donnerstagabend dazu an. Voraussichtlich gebe es für ein solches Vorhaben aber keine Fördermittel. „Wir sind zu 100 Prozent Kostenträger“, betonte der Bauamtsleiter.

Rainer Hinrichs geht davon aus, dass es eine städtische Maßnahme würde. Und die ursprünglich einmal prognostizierten neun Millionen Euro für den Bau der Golzwarder Spange korrigierte er nach oben. Die Kosten würden wohl eher beim Doppelten liegen, schätze er.

Der Diskussion im Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr am Donnerstagabend im Ratsaal lag ein Antrag der SPD-Fraktion zugrunde. Die Sozialdemokraten möchten nämlich planungsrechtliche Grundlagen für eine Ortsumgehung Golzwarden schaffen. Wenn es bereits planungsrechtliche Grundlagen gebe, könnte man bei der Möglichkeit, wieder Fördermittel beziehen zu können, schnell reagieren. „Die Weserstraße hält auch nach der Sanierung nicht ewig unter der Belastung“, betonte Heinz-Werner Horstmann (SPD).

Dem Antrag, für die Ortsumgehung planungsrechtliche Grundlagen zu schaffen und als Katalog mit Kostenschätzung vorzulegen, wurde einstimmig zugestimmt. Die Verwaltung soll einen Fortschreibungsrahmen zur Realisierung der Golzwarder Spange erarbeiten, wie es Daniel Stellmann (CDU) formulierte. Sowohl Reiner Gollenstede (WGB) als auch Marcel Schmikale und Holger Kromminga (beide SPD) sowie Jonas Ising (parteilos) und Hans-Otto Meyer-Ott (Bündnis 90/Die Grünen) sprachen sich ebenfalls dafür aus.

Ein weiterer Punkt war die Parkplatzsituation beim Ärztehaus an der Kirchenstraße. Eine als Spielplatz ausgewiesene Brache an der Fünfhauser Straße/Am Ahrenshof soll als Parkfläche genutzt werden können. Die WGB/FDP-Gruppe im Stadtrat beantragte, ein Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans für die als Spielplatz ausgewiesene Fläche einzuleiten.

Zur Begründung heißt es, dass die Parkplatzsituation für die Nutzer des „Ärztehauses Ahrenshof“ und für Anwohner zu bestimmten Tageszeiten fast ganztägig unzumutbar sei. Autos würden bis weit ins Wohnviertel vor Privathäusern parken, die Straße verstopfen oder auf dem Combiparkplatz abgestellt würden.

Im Bebauungsplan sei die Brache als Spielplatz ausgewiesen, so Rainer Hinrichs. Die Fläche umzuwidmen, solange der Bebauungsplan nicht geändert ist, sei schwierig, gab er zu bedenken. Trotzdem entschied sich der Aussschuss einstimmig für eine Änderung.

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