Brake Die Kreistagsfraktion der Grünen fordert klare Leitlinien gegen diskriminierende Kommunikation, Herabwürdigungen, Beleidigungen und Einschüchterungen sowie eine unabhängige Beschwerdestelle für Frauen, die in Kreis-Gremien sexistischen Beleidigungen ausgesetzt sind.

Die Grünen reagieren damit auf Äußerungen ihrer Fraktionskollegin Christina-Johanne Schröder, die dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Wirtschaftsförderung Wesermarsch Hans-Dieter Beck vorwirft, sie sexistisch beleidigt zu haben.

„Es geht mitnichten darum, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Beck versehentlich etwas Blödes gesagt hat, und sich dann entschuldigt“, führt Jürgen Janssen, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag, aus. „Frau Schröder hat seit Herbst 2018 darum gebeten, über sexistische Kommunikationsstrukturen vor der Gesellschafterversammlung sprechen zu dürfen. Anstatt sich damit inhaltlich auseinanderzusetzen, habe Marcel Schmikale als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung die Mails von Schröder an Beck weitergeleitet. „Genau das beschreibt strukturellen Sexismus“, sagt Janssen. Die demokratisch gewählten Vertreter in den Kreis-Gremien hätten indes „eine Vorbildfunktion für die gesamte Gesellschaft“.

Der Landkreis Wesermarsch ist Mehrheitsgesellschafter der Wirtschaftsförderung Wesermarsch.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.