Brake Das Braker Stadtbad wird in Kürze Besuch vom Rechnungsprüfungsamt des Landkreises bekommen. Der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss des Stadtrats ist am Dienstagabend einstimmig und ohne Diskussion einem entsprechenden Antrag der CDU/FDP-Gruppe gefolgt, die glaubt, dass es „Missstände“ aufzuklären gilt.

Die Sache hat eine Vorgeschichte: Der Ausschuss hatte sich Ende Juli in einer Sitzung intensiv mit dem Stadtbad beschäftigt, nachdem Martin Burgers, Prokurist der Städtischen Bäder Wesel, ein Gutachten vorgestellt hatte, das er im Auftrag der Stadt über das Hallenbad und ein mögliches zukünftiges Kombibad angefertigt hatte (NWZ  berichtete). Dabei war es auch um die Aquafitness-Kurse gegangen, die das Fachpersonal des Bads auf eigene Rechnung anbietet – angeblich mit Genehmigung des Stadtrats, der einen entsprechenden Beschluss gefasst habe. Das hatte in der Juli-Sitzung Kämmerer Torsten Tschigor ausgeführt.

„Vertrauen gestört“

Einen solchen Beschluss habe es nie gegeben, sagte am Dienstagabend CDU-Ratsherr Hans-Dieter Beck. Und es sei auch nicht richtig, dass, wie Tschigor angegeben hatte, im Stadtbad keine Überstunden angefallen seien. Tatsächlich seien „über 300 Stunden aktuell“ geleistet worden, so Beck. Und Tschigor selbst habe diese Überstunden „in erheblichen Teilen“ abgezeichnet.

Aufgrund der „objektiv falschen Angaben des Kämmerers der Stadt Brake“ sei das Vertrauten „in die Bereitschaft, Missstände aufzuklären und zu beseitigen nachhaltig gestört“, heißt es im Antrag der CDU/FDP-Gruppe, dem der Ausschuss nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung geschlossen folgte. Das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises soll nun eine Sonderprüfung vornehmen.

Kassenautomat geplant

Ein weiterer Antrag von CDU und FDP, dem der Ausschuss ebenfalls stattgegeben hat, betrifft eine Gebührensatzung, die die Stadtverwaltung für Kurse im Stadtbad aufstellen soll, sowie die Installation eines Kassenautomaten. Zudem soll geprüft werden, ob die Stadt auch künftig im bisherigen Umfang das Fach- und Reinigungspersonal im Stadtbad einsetzen soll. Gutachter Martin Burgers hatte ausgesagt, dass etwa beim Schulschwimmen keine städtische Aufsicht erforderlich sei und dass auch das Reinigungspersonal reduziert werden könnte.

Ebenfalls angeregt hatte Burgers, dass für das Stadtbad ein griffiger Name gefunden wird. Die NWZ  hatte daraufhin gemeinsam mit der Stadt Brake einen Wettbewerb ausgelobt. Mehrfach wurde dabei von Leserinnen und Lesern der NWZ  der Name „Brommy Bad“ vorgeschlagen, auf den sich nun auch der Ausschuss verständigt hat. Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten je eine 20er-Freikarte fürs Stadtbad. Es sind Janin Albers, Anja Pöpken und Andrea Roccor.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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