Bockhorn „Jede Menge Spaß und ein Hauch von Erotik“ versprach Einweiser Jörn Lubitz. Und die Theatergruppe Bockhorn hielt sich mit Bravour daran. „Nix Geld, nix Liebe“ heißt ihre Komödie, geschrieben von Erich Koch; Samstagabend wurde im ausverkauften Saal im „Hotel Hornbüssel“ Premiere mit anschließendem Theaterball gefeiert. Dem Publikum wurden gleich zwei Lustspiele geboten. Eines direkt vor seinen Augen auf der Bühne, das zweite unsichtbar hinter den Kulissen. Das bot jede Menge Gelegenheit, die Schauspieler in Doppelrollen und verschiedenen Kostümen zu sehen. Aus dieser Konstellation bezieht das Stück den Hauptteil seines Unterhaltungswertes.

Erni Lübben (Opa Rudi) zum Beispiel. Gerade noch als Gottvater Zeus mit Lorbeerkranz und Dreizack, dann im Negligé als „männliche Monroe von Bockhorn“, heimst er viel Szenenapplaus ein. Mario Gröne erlebt Gleiches. Er schlägt sich mutig als Balletttänzer für „Schwanensee“ durchs Gefilde. Literarische Kostprobe: „Kasimira, meine holde Schwänin, lass uns nach den Eiern sehen.“

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Klaus Kuhlmann (Willi Mammut) und sein ewiger Kumpel Hergen Brunken (Georg Würmer). Sie fühlen sich am wohlsten in „BH-freier Zone“ nach dem Motto „lirum, larum, Löffelstiel, wer verheiratet ist, der leidet viel“. Ihre Kontrahentinnen sind Sabine Krüger (Ruth Mammut) und Michi Henning (Julia Würmer).

Hin und her geht der Spaß rund um einen Lottogewinn. Irgendwann muss auch Georg Würmer ins Ballett-Röckchen. Kommentar eines Zuschauers in der Pause: „Hergen kann alles tragen.“

Marlies Müller spielt die Oma Rosa, Frauke Hayen die wandlungsfähige Schwägerin Hedwig Zicke, Olaf Foorden den Pleite-Bürgermeister und Sabine Weden sorgt als russische Wellness-Verführerin für den „Hauch von Erotik“.

Im dritten Akt überschlagen sich wie immer die Ereignisse. Kanzlerin Angela Merkel trifft auf Modezar Mooshammer samt Hund Daisy, zum lustigen Finale wird „Dinner for one“ zitiert.

Als Souffleur hilft Bernd Kuhlmnn, für die Requisite sorgt Frank Mucker, für die Maske Karin Schwarting. Gespielt wird bis zum 4. März. Karten? Gibt es nicht mehr, alle Vorstellungen sind nach Auskunft von Hergen Brunken ausverkauft.

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