Bockhorn Nun ist es also da, das Bockhorner Einzelhandelskonzept. Viel diskutiert, wurde zum Schluss im Verwaltungsausschuss ein Kompromiss gefunden, der Dienstagabend vom Gemeinderat bestätigt wurde: „Im Hinblick auf die demografische und städtebauliche Entwicklung wird eine Überprüfung des Konzeptes im dritten Jahr beschlossen.“ Das bedeutet nach Aussage von Thorsten Krettek (CDU): „Wir können dann gucken, ob alles so läuft, wie wir uns das vorstellen.“

Der Langen Straße, Einkaufsmeile im Ortszentrum, werde die Chance gegeben, sich zu entwickeln: „Wenn es nicht geht, können wir eingreifen“, fügte Krettek hinzu. „Wir können abwarten und müssen nicht alles in einen festen Rahmen pressen“, sagte Diedrich Loers (SPD). Christa Hoppenheit (UWG) wies auf die vielen neuen Wohnungen rund ums Rathaus hin: „Einkaufen in Ortsnähe ist wichtig.“

Gegen das Konzept sprach sich Christel Bartelmei (CDU) aus: „Es bleibt schwierig, die Lange Straße zu entwickeln.“ In Bezug auf den fehlenden Drogeriemarkt nutze das Konzept nichts, auch wäre eine stärkere Perspektive auf die Ortschaften in der Gemeinde wichtig gewesen. Wolfgang Janssen (fraktionslos) sieht Fehlentwicklungen kommen: „Zetel und Varel werden uns arg zu schaffen machen“, Abstimmungsgebote bei Handelsniederlassungen würden nicht eingehalten, gerade soll ein Drogeriemarkt in Zetel vergrößert werden. Er votierte ebenfalls gegen das Konzept: „Der Markt sollte es regeln.“

Olaf Nack (UWG) hielt dagegen: „Wenn der Markt es regelt, ist der Verbraucher der Verlierer. Wenn die großen Handelsketten kein Geld mehr verdienen, ziehen sie weiter wie die Heuschrecken. Das Konzept ist dazu da, die bestehenden Geschäfte zu schützen und neue zu unterstützen.“

Der Ratsvorsitzende Christian Bergfeld (SPD): „Gerade weil wir Fehlentwicklungen vermeiden wollen, machen wir das Konzept. Ein kleiner Drogeriemarkt wie früher Ihr Platz könnte die Chance, hier eine konzeptionelle Lücke zu schließen, nutzen, weil er vor einer Kette im Gewerbegebiet geschützt wird.“

Rolf Scherer (Grüne) mahnte: „Wir wollen Investoren Sicherheit geben und sollten nicht schnell wieder alles in Frage stellen, was im Konzept steht.“ Ebenso Harald Duttke für die FDP: „Keine Ausnahmen machen, durchziehen.“ 17 Ratsmitglieder stimmten für das Konzept, Janßen und Bartelmei dagegen, zwei CDU-Vertreter enthielten sich ihrer Stimmen.

Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen zeichnete erfolgreiche Sportler aus. Dazu zählten Jörg Auffarth, Europameister im Karate-Sport, die weibliche E- und D-Jugend sowie die männliche D-Jugend des KBV Grabstede, alle Landesmeister im Boßeln. Meinen: „Der Dank geht auch an die Betreuer, ohne die diese Erfolge nicht möglich wären.“

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