Bockhorn Das Jahr 2013 stand in der Gemeinde Bockhorn im Zeichen von Persönlichkeiten, die sich aus vorderster Front zurückzogen. Eine ganze Riege Männern und Frauen mit herausragenden Leistungen für die Gemeinschaft verließ ihre Positionen. Und einer tauschte mal wieder die Partei-Nadel aus. Andere feierten mit Erfolg runde Geburtstage mit ihren Getreuen.

Dagmar Terörde blickte mit ihren Erzieherinnen, Eltern und Kindern auf 50 Jahre katholischer Kindergarten Sankt Maria im Hilgenholt zurück. Gudrun Hoffmann feierte mit ihrem Shanty-Chor das 25-jährige Bestehen.

In der Oberschule gab es im Lehrerzimmer heftiges Stühlerücken. Rektor Bernd Hannstein ging in den wohlverdienten Ruhestand, Holmer Rasehorn ebenfalls. Hannstein hatte mehr als 25 Jahre für die Schule gekämpft, die Entwicklung von der Haupt- zur Realschule mit Ganztagsangebot gesteuert und die Weichen für die Oberschule gestellt. Nachfolger ist Jörg Behrens.

Ein Wechsel mit Tragweite gab es auch im evangelischen Kindergarten. Gisela Ellermann leitete diese Einrichtung 34 Jahre lang, herzliche Kreativität wurde ihr attestiert – immer mit dem Blick darauf, „alle Menschen, die zum Kindergarten gehen wollen, unter einem Dach zusammenzuführen.“ Ihre Nachfolgerin heißt Marina Schober. Die evangelische Gemeinde in Grabstede hat mit Heike-Regine Albrecht eine neue Pastorin bekommen. Dafür musste die Bockhorner Feuerwehr ihren prominentesten Kameraden aus dem Amt verabschieden – Gerd Junker als Regierungsbrandmeister.

Annemarie Brokmann führt nun den Verkehrsverein, Anke Rull künftig den Turnverein, ihre Vorgängerin Susanne Jürgens wurde zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Monika Janßen leitet den Kaninchenzuchtverein an Stelle von Fritz Quathamer. Jochen Meineke wurde zum Vorsitzenden des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe gewählt, ist zum Jahresende aber wieder zurückgetreten. Im Rathaus übernahm Jörg Lorenz das Bauamt von Helmut Gerdes.

Auch ein Wechsel mit dem berechtigten Anspruch, Ende einer Ära zu sein: Hannelore Berg gab nach 30 Jahren den Führungsstab im Frauenchor an Barbara Schweizer weiter. Noch länger war Bezirksvorsteher Erich Theilsiefje im Amt, nach 46 Jahren überließ er seine Funktion Udo Möllenberg.

Und dann der spektakuläre Fall des Ewald Spiekermann. Er verließ den Gemeinderat nach 40 Jahren, Bürgermeister Andreas Meinen kommentierte das so: „Mit seinem Ausscheiden geht eine Ära zu Ende. Es gebührt ihm Dank für den Einsatz zum Wohl der Bürger.“ Der Dank wurde später im Jahr beurkundet mit der Wahl zum Ehrenbürgermeister Bockhorns. Zurückgezogen ins Privatleben hat sich Spiekermanns Übernachbar Fritz Warnken, 36 Jahre lang als Küster und Friedhofswärter immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte.

Für den Aufreger des Jahres in Bockhorn sorgte einmal mehr Ratsherr Wolfgang Janßen. Er war schon in der FDP gewesen, in der Statt-Partei und bei den Grünen. Im Juli wechselte er von „Bürger für Bürger“ zur CDU – um sie im selben Jahr wieder verlassen. Mal sehen, was der umtriebige Ratsherr im kommenden Jahr auf Lager hat.

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