OLDENBURG OLDENBURG/EH - Als wenige Tage nach der Tsunami-Katastrophe im Landesverband Oldenburg des Deutschen Roten Kreuzes die DRK-Sammeldosen restlos vergriffen waren, ließ DRK-Geschäftsführer Uwe Schwarz flugs verbreiten, dass leere Gurken- und andere Gläser ebenso gut zum Sammeln von Barspenden geeignet seien. Diese Aktion „Gurkenglas“ und der enorme Einsatz aller DRK-Helfer aus der Region habe unter anderem dazu geführt, dass bundesweit „sehr positiv über den Landesverband gesprochen wird“, berichtete DRK-Botschafter und TV-Moderator Uwe Hübner den Gästen eines DRK-Informationsabends in der Oldenburger Weser-Ems-Halle.

Mit dieser bundesweit einmaligen Veranstaltung wolle das DRK „gläserne Taschen“offenbaren, sagte Landesverbands-Präsident Dieter Holzapfel. Die 200 000 Euro, die der Landesverband durch Barspenden und aus Benefizveranstaltungen eingeworben habe, seien direkt dem Bundesverband für die Fluthilfe zugeführt worden.

Insgesamt 124,6 Millionen – so viel wie nie zuvor – seien bundesweit für das DRK gespendet worden, berichtete Peer Kölling vom DRK-Generalsekretariat. 103 Millionen Euro davon habe das DRK für Soforthilfe sowie Wiederaufbau- und Katastrophenschutzprojekte bereits ausgegeben. Das meiste Geld sei nach Indonesien (42,3 Millionen Euro) und Sri Lanka (32,6) geflossen. „Der Tsunami geht, wir bleiben“, laute das Motto des DRK in den betroffenen Gebieten. Mindestens bis 2010 werde das DRK dort noch präsent sein, um den Wiederaufbau der Infrastruktur vor allem im Gesundheits- und Schulwesen fortzusetzen, aber auch um die einheimischen Institutionen und Hilfsorganisationen beim Aufund Ausbau eines Katastrophenmanagements zu unterstützen, betonte Kölling.

Entgegen weit verbreiteter Auffassung sei keineswegs zu viel Geld für die vom Tsunami betroffenen Regionen gespendet worden, sagte DRK-Pressesprecher Lübbo Roewer. Es werde noch viel Geld benötigt, um die geplanter Aufgaben abschließen zu können. Unter anderem solle im Osten Sri Lankas durch das Rote Kreuz ein ganzes Dorf gebaut werden, um durch den Tsunami entwurzelten Familien wieder ein Zuhause zu geben.

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