Frage: Herr Schwarz, Sie sind zum neuen Regierungsbrandmeister verpflichtet worden – eine Ehre?

Schwarz: Als Regierungsbrandmeister, kurz RBM, wartet natürlich eine Menge Arbeit auf mich, hier hat mein Amtsvorgänger Dieter Schnittjer Beeindruckendes geleistet und es gebührt ihm Dank dafür. Eine Ehre ist für mich natürlich, dass mir die Kreisbrandmeister in meinem künftigen Aufsichtsbereich das Vertrauen ausgesprochen haben und mich als Kandidat für diese Funktion dem Landtag empfohlen haben.

Frage: Was haben Sie vorher gemacht?

Schwarz: Ich bin seit meinem 13. Lebensjahr Mitglied der Feuerwehr Damme, einer Schwerpunktfeuerwehr. Dort habe ich die Funktionen des Gruppenführers, Zugführers und des Ortsbrandmeisters bekleidet. Aktuell bin ich im Landkreis Vechta stellvertretender Kreisbrandmeister.

Frage: Was sind nun Ihre Aufgaben als Regierungsbrandmeister?

Schwarz: Die Aufgaben eines Regierungsbrandmeisters sind in einer Dienstanweisung geregelt und weit gefächert. Grob zusammengefasst übernehme ich als Ehrenbeamter des Landes Niedersachsen Aufgaben in der Aufsicht und Verwaltung meines Zuständigkeitsbereichs, und auf großen Einsatzlagen berate ich die dortigen Führungskräfte und die Einsatzleitung.

Frage: Welche Erwartungen haben Sie an das Amt?

Schwarz: Dass wir hier im Oldenburger Land weiterhin offen, ehrlich und authentisch miteinander umgehen, so wie in der Vergangenheit auch. Wir pflegen einen vertrauensvollen, verlässlichen und persönlichen Umgang und vor allem: Wir stehen zu unserem Wort – das muss auch so bleiben.

Frage: Welche Ziele haben Sie?

Schwarz: Als erstes wird mein Ziel sein, mich möglichst schnell in die neue Aufgabe einzuarbeiten und den Feuerwehren ein kompetenter Ansprechpartner zu sein.

Frage: Wo sehen Sie Handlungsfelder, die noch verbessert werden könnten? Und wie wollen Sie diese Bereiche verbessern?

Schwarz: Der Ausbau und Erhalt der Feuerwehren durch eine nachhaltige Jugendarbeit kann nicht häufig genug betont werden. Dem Schutz der aktiven Kameraden vor Verletzung und Krankheit ist unter anderem durch eine nicht nachlassende Sensibilisierung bei der Einsatzhygiene Rechnung zu tragen. Das neue Brandschutzgesetz ist im Landtag in der Beratung, dieses muss wachsam beobachtet werden. Dieses sind nur einige Punkte, der Katalog ist lang...

Frage: Stichwort Nachwuchs, was sagen Sie dazu, dass die Insel Wangerooge möglicherweise einen Pflichtdienst bei der Feuerwehr einführen will, weil es zu wenig Einsatzkräfte gibt?

Schwarz: Eine Kommune ist zur Aufstellung einer leistungsgerechten Feuerwehr verpflichtet – so sagt es das Brandschutzgesetz. Die Möglichkeiten einer Kommune, neben der technischen Ausstattung, lassen hier bei der Mitgliedergewinnung viele Ideen zu. Angefangen bei den eigenen Mitarbeitern der öffentlichen Hand, die zum Dienst in der Wehr animiert werden, bis hin zu günstigem Wohnraum oder Bauplätzen, wenn ein Einwohner aktives Mitglied der Feuerwehr ist. Wertschätzung kann vielfältig ausgedrückt werden. Eine Kommune sollte erst alle Möglichkeiten abklopfen, bevor eine Pflichtfeuerwehr als letzter Weg beschritten wird.

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