Osnabrück Das Landgericht Osnabrück verhandelt gegen einen Restaurantbetreiber wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung im Umfang von mehr als einer halben Million Euro. Zudem wird dem Angeklagten ab diesen Dienstag Fälschung technischer Aufzeichnungen vorgeworfen (Az. 2 KLs 9/19). Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, als Inhaber eines Restaurants in Meppen im Zeitraum zwischen April 2013 und Januar 2019 die Einnahmen seines Restaurants im Kassensystem nachträglich manipuliert zu haben, heißt es von der Staatsanwaltschaft Osnabrück.

Insgesamt soll der Angeklagte über den Tatzeitraum 585 304,86 Euro an Umsatz-, Einkommens- und Gewerbesteuer hinterzogen haben. Genutzt haben soll der Angeklagte für die Manipulation ein spezielles Kassensystem eines Unternehmens aus Gelsenkirchen. Dieses soll von vornherein auf entsprechende Manipulationen angelegt gewesen und an eine erhebliche Zahl meist chinesischer Restaurants in Deutschland und dem europäischen Ausland geliefert worden sein.

Die mutmaßlichen Drahtzieher des betrügerischen Kassensystems wurden im vergangenen Jahr vom Landgericht Osnabrück wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung und zur Fälschung technischer Aufzeichnungen zu empfindlichen Freiheitsstrafen verurteilt (Az. 2 KLs 2/19).

Der mutmaßliche Haupttäter muss nach dem Urteil des Landgerichts für siebeneinhalb Jahre in Haft.

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