Oldenburg /Weener /München Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft schlägt Alarm. Weil Feuerwehrleute immer häufiger im Einsatz attackiert werden, erhebt sie eine drastische Forderung: Polizeischutz für Einsatzkräfte an Silvester. Die Gewalt nehme dramatisch zu, sagt Siegfried Maier, stellvertretender Bundesvorsitzender und Bayern-Chef der Gewerkschaft. „Immer mehr Kollegen haben Schwierigkeiten, weil sie im Einsatz bedroht werden“, sagt er.

Erst am Donnerstagabend hatte in Weener im Landkreis Leer ein leichtverletzter Autofahrer nach dem Einsatz die Feuerwehrleute angegriffen, die ihn gerade erst aus seinem Auto gerettet hatten. Die dicke Schutzkleidung bewahrte die Helfer vor Verletzungen.

„In Oldenburg ist das kein Thema“, sagt Stephan Onnen, Sprecher der Stadt Oldenburg. An Silvester habe es bei der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr in der Vergangenheit keine Einsätze gegeben, die so eine Maßnahme erforderlich gemacht hätte. Das Einsatzgeschehen sei in Oldenburg deutlich ruhiger als in Ballungsgebieten.

Ähnliche Ansichten hat das niedersächsische Innenministerium, das die Notwendigkeit, zu Silvester Einsätze der Feuerwehren nur unter Polizeischutz durchzuführen, nicht sieht. In der Regel seien bei Brandeinsätzen ohnehin die Polizei am Einsatzort und könne bei Bedarf eingreifen, heißt es vom Ministerium.

Andere Töne kommen von Dietmar Schilff, Chef der niedersächsischen Polizeigewerkschaft: „Die Befürchtungen der Feuerwehr, insbesondere in der Silvesternacht, wenn viele Menschen ausgelassen feiern, attackiert zu werden, ist berechtigt.“

Ellen Kranz Reporterin / Reportage-Redaktion
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