Oldenburg Eine Bombe amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Montag Oldenburg in Atem gehalten. Der Blindgänger war am Vormittag bei Arbeiten auf dem Fliegerhorst gefunden worden. Ein Einsatzstab beschloss, die Bereiche um den Fundort (zwischen ehemaligem Kino und Tanklager) zu evakuieren. 7300 Bürger wurden am Nachmittag aufgefordert, am Abend ihre Häuser zu verlassen. Auch die Grundschulen Alexandersfeld und Dietrichsfeld sowie die Kindergärten St. Christopherus (Brookweg), Eupener Straße und Schinkelstraße waren betroffen.

Gegen 18 Uhr hatten Polizei und Feuerwehr begonnen, die Straßenzüge im Stadtnorden zu sperren. Rund 170 Betroffene nutzten eine Unterkunft, die das Deutsche Rote Kreuz im Neuen Gymnasium errichtet hatte.

Gegen 21.45 Uhr kam die erlösende Nachricht im Neuen Gymnasium an: Die Bombe ist entschärft. Die Straßensperrungen wurden aufgehoben, die Menschen konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Alle Schulen und Kindergärten sind am Dienstag normal geöffnet, teilte ein Sprecher der Stadt am Montagabend mit.

Die Stadt hat in den vergangenen zwei Jahren Millionen in die Kampfmittelsondierung auf dem Fliegerhorst investiert. Auf dem Areal, das im Zweiten Weltkrieg wegen der militärischen Nutzung wiederholt Ziel von Luftangriffen der Alliierten war, wurden deutlich mehr Munitionsreste gefunden als erwartet.


Fotos unter   nwzonline.de/fotos-oldenburg 
Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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