Niedersachsen Angesichts der Minustemperaturen warnen Lebensretter in Niedersachsen landesweit vor dem Betreten von Eisflächen. „In vielen Fällen ist die Eisdecke noch zu dünn“, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Sie rate allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang noch zu warten und sich bei dem zuständigen Amt über den Zustand des Eises zu erkundigen, sagte DLRG-Sprecherin Hildegard Oberlehberg. Sie appellierte vor allem an Eltern, ihre Kinder die Gefahren auf zugefrorenen Seen hinzuweisen.

„Das Eis sendet Signale aus, die jeder erkennen sollte“, sagte Oberlehberg. An dunklen Stellen sei das Eis viel zu dünn. Bei stehenden Gewässern sollte das Eis mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein.

Dafür wird es aber nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auch in den kommenden Tagen nicht kalt genug. „Wir bräuchten eine längere Periode mit Dauerfrost“, sagte ein DWD-Sprecher. Diese sei aber bis zum Wochenende nicht im Sicht. Vor allem tagsüber werde es im ganzen Land zu mild dafür, ehe sich eine Eisfläche mit ausreichend Tragfähigkeit bilden könnte.

Aus diesem Grund warnen einige Städte derzeit vor dem Betreten von Eisflächen. „Das ist lebensgefährlich“, sagte etwa der Osnabrücker Stadtsprecher Sven Jürgensen. Bei Regenrückhaltebecken könnte es schon sein, dass sich Eisdecken gebildet hätten. Aber auch diese seien zu dünn. „Man kann nur jeden warnen, da drauf zu gehen“, sagte er. Auch in Braunschweig wird vor der akuten Lebensgefahr auf den Eisflächen gewarnt. Fürs Eislaufen werde bei ausreichender Eisdicke erst nach längerem starken Frost nur ein Teil des Südsees freigegeben, der dann entsprechend gekennzeichnet sei, hieß es in einer Mitteilung.

Dasselbe gilt für den Maschsee in Hannover. Darauf gibt es einer Stadtsprecherin zufolge noch keine geschlossene Eisschicht. Erst ab einer Kerneisdicke von 13 Zentimetern dürfe der See auf eigene Gefahr betreten werden. Eine mögliche Freigabe dafür werde durch eine Fahne am Nordufer kenntlich gemacht. „Auf anderen Seen der Stadt ist das Betreten ohnehin verboten“, betonte die Sprecherin.

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