EMDEN Die Eltern der in Emden ermordeten elfjährigen Lena wollen als Nebenkläger an einem Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter teilnehmen. Der Anwalt der Familie, Bernhard Weiner, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Die Eltern wollen an dem Verfahren aktiv teilnehmen.“

Der Jurist forderte Staatsanwaltschaft und Polizei auf, die Rolle der Psychiatrie im emsländischen Aschendorf zu hinterfragen, wo der mutmaßliche Täter therapiert worden war.

Weiner vertritt nach eigener Aussage mittlerweile nicht nur Lenas Familie, sondern auch eine Joggerin, die genau vier Monate vor dem Mord an dem Mädchen von dem heute 18-Jährigen in Emden attackiert worden sein soll.

Ermittlungen in alle Richtungen gefordert

Nach Auskunft der zuständigen Staatsanwaltschaft Aurich könnten die Ermittlungen in drei bis vier Monaten abgeschlossen sein. Der tatverdächtige 18-Jährige, der den Mord an Lena gestanden hat, habe sich allerdings weiterhin nicht zu den Hintergründen des Verbrechens geäußert, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Bernard Südbeck.

Vater, Mutter und Bruder der Elfjährigen, die am 24. März in einem Emder Parkhaus sexuell missbraucht und danach ermordet worden war, befinden sich laut Weiner in spezieller stationärer Behandlung. „Ihnen geht es nicht gut, sie sind aber sehr froh, dass sie in anderer Umgebung sind.“

Mit Blick auf die Ermittlungen sagte Weiner: „Ich sehe nach wie vor Aufklärungsbedarf in alle Richtungen.“ Es sei nicht damit getan, den Polizisten die Schuld zuzuschieben. Den Beamten wird unter anderem vorgeworfen, sie hätten nach der Selbstanzeige von Lenas späterem mutmaßlichem Mörder im November 2011 falsch reagiert.

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