Im Nordwesten Die Schlagzeilen sind so traurig wie regelmäßig. Jahr für Jahr verlieren Menschen im Sommer bei Badeunfällen ihr Leben, weil sie keine sicheren Schwimmer sind.

Die NWZ-Weihnachtsaktion will deshalb in diesem Jahr ein Zeichen gegen das Ertrinken setzen. Unter dem Motto „Damit alle schwimmen können“ werden die Leserinnen und Leser der „Nordwest-Zeitung“ gebeten, die Schwimmförderung im Oldenburger Land zu unterstützen.

Mit dem gespendeten Geld soll Schwimmunterricht im Oldenburger Land gefördert werden. Ziel ist es, möglichst viele Kinder und Jugendliche zu sicheren Schwimmern zu machen – also mehr als nur das „Seepferdchen“ zu erwerben, was lediglich bedeutet, dass sich jemand irgendwie 25 Meter über Wasser gehalten hat.

Partner der Aktion sind dabei in diesem Jahr die zwei DLRG-Bezirksverbände im Nordwesten, der Bezirk Oldenburg-Nord und der Bezirk Oldenburger Land-Diepholz.

Von der Förderung sollen insbesondere Kinder aus Familien mit finanziellen Schwierigkeiten profitieren. Außerdem sollen aus den Spendenmitteln auch Badezeiten angemietet werden können. Im Rahmen der Umsetzung sind alle befähigten Vereine, Verbände sowie geschultes Badepersonal oder sonstige Organisationen zur Teilnahme eingeladen.

„Jeder Ertrunkene ist einer zuviel“: Das sagt Michael Lüken, DLRG-Bezirksvorsitzender Oldenburger Land-Diepholz. Die NWZ-Weihnachtsaktion 2020 sei für ihn eine Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit in der DLRG. „Gemäß dem Motto ,Vom Nichtschwimmer zum Schwimmer - Vom Schwimmer zum Rettungsschwimmer’ versuchen wir, möglichst viele Menschen zu sicheren Schwimmerinnen und Schwimmern und anschließend zu Rettungsschwimmern auszubilden.“

Das Jahr 2020 habe nun vor dem bekannten Hintergrund „Corona“ ein großes Defizit in den Ausbildungsbemühungen der DLRG verursacht: Viele Kinder hätten deshalb keine Möglichkeit gehabt, das Schwimmen zu erlernen. Eine komplette Generation sei nun in der Freizeitgestaltung am und im Wasser eingeschränkt und damit größeren Gefahren ausgesetzt.

Die NWZ-Weihnachtsaktion greife diesen Umstand auf und rufe zur Förderung zum sicheren Schwimmer auf und treffe damit den wichtigsten Punkt: Nur ein sicherer Schwimmer könne das Element Wasser genießen und den Gefahren trotzen!

Lüken: „Jedes Jahr ertrinken in unseren Gewässern viele Menschen – und jeder Ertrinkungstote ist ein Toter zuviel und gesellschaftlich nicht zu akzeptieren. Packen wir es zusammen an, damit wir alle das Element Wasser genießen können und nicht fürchten müssen! Jedes Kind muss das Recht haben, sicher schwimmen zu können.“

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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