NEUENHUNTORF Die Bergung der Fracht des auf der Hunte havarierten Frachters „Janine“ hat begonnen. Bis zum Abend wurde bei Neuenhuntorf (Kreis Wesermarsch) ein Teil der 1000 Tonnen Erz in zwei Schuten verladen. Zuvor mussten drei tonnenschwere Lukendeckel vom Schiff entfernt werden. Das Erz wird nun mit den Schuten nach Elsfleth transportiert. Dort wird es in das Binnenschiff „Marielle“ umgeladen, die es nach Nordenham bringt. Für mindestens eine Woche bleibt die Hunte noch gesperrt.

Das Huntesperrwerk in Elsfleth blieb am Nachmittag geschlossen. Auf diese Weise sollten schwankende Wasserstände an der Unfallstelle in der Hunte vermieden werden.

Vor Ort ermittelten Beamte der Wasserschutzpolizei Brake an Bord des Schiffes. Die Unfallursache ist nach wie vor unklar. Der Kapitän aus den Niederlanden gibt an, technische Probleme mit den Ruder seien der Grund für die Havarie. Er verfolgte die Bergungsarbeiten vom Ufer aus.

Schon im Jahr 2000 war das Binnenschiff „Hydra“ nahe der jetzigen Unglücksstelle auf Grund gelaufen. Die Bergung dauerte damals mehrere Wochen. Bereits 1984 war ein Schiff am gleichen Flussabschnitt havariert.

„Die Hunte ist ein schwieriges nautisches Revier“, weiß Rüdiger Oltmanns vom Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen. Als Unfallschwerpunkt möchte er die Stelle bei Neuenhuntorf aber nicht bezeichnen. „Das ist Zufall“, sagte er.

Die Bergung der Ladung der „Janine“ soll bis diesen Sonntag abgeschlossen sein. Am Montag rückt dann schweres Gerät an: Mit Hilfe eines Schwimmkrans und eines Pontons soll das Wrack des Frachters geborgen werden. Ist er nicht mehr schwimmfähig, muss er an der Unfallstelle zersägt werden. Das könnte dann Wochen dauern.

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