Hannover /Emden Nach dem Wintersturm „Sabine“ beruhigt sich das Wetter in Niedersachsen, Bremen und Hamburg langsam wieder. In der Nacht zum Dienstag sollte der Wind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nachlassen. Bedingt durch Schneefall kam es in der Region Oldenburg in der Nacht zu mehreren Unfällen - verletzt wurde dabei niemand.

Noch am Montagabend überschwemmte das Wasser den Hamburger Fischmarkt und angrenzende Straßen, mehrere Autos konnten rechtzeitig abgeschleppt werden. Der Fluss stieg auf 2,70 Meter über dem mittleren Hochwasser, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mitteilte. Am Dienstag und Mittwoch soll es jeweils zwei Sturmfluten geben, die aber nicht mehr so hoch ausfallen sollen.

An der Küste und auf den Inseln richteten sich die Menschen auf weitere Sturmfluten ein. Ein Sprecher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sagte, es würden nach der leichten Sturmflut am Montagmittag noch vier weitere bis Mittwoch erwartet, danach werde man den genauen Schaden begutachten.

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Der Bürgermeister von Wangerooge, Marcel Fangohr, sagte nach dem Strandabbruch auf der Insel am Montag bereits: „Wenn das drei Tage so anhält, dann werden wir vielleicht nachher gar keinen Strand mehr haben.“ Zwischen Wangerooge, Norderney, Baltrum und dem Festland sollten am Dienstag keine Schiffe fahren, ebenso nach Juist.

Auch in Wilhelmshaven wurde der Schaden noch begutachtet. „Allerdings zeichnet sich bereits ab, dass er durchaus dramatisch ist“, hieß es in einer Mitteilung am Montagnachmittag. Neben Schäden an Gebäuden und Autos seien zahlreiche Bäume entwurzelt worden. Die Aufräumarbeiten sollten bis in die kommende Woche andauern.

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Im Zugverkehr in Niedersachsen und Bremen gab es laut Deutscher Bahn bereits am Montagnachmittag „keine größeren Störungen“ mehr. Auch am Flughafen Hannover, wo am Montag rund jeder dritte Flug ausgefallen war, standen für Dienstag zunächst nur zwei Ausfälle im Plan.

Für Spaziergänge in den Wäldern gaben die Landesforsten noch keine Entwarnung. „Durch die aktuell noch stürmische Wetterlage ist auch weiterhin von einem Waldbesuch abzuraten“, sagte Vizepräsident Klaus Jänich am Montagnachmittag. „Auch nach dem Abflauen des Sturmes ist weiter mit Gefahren in unseren Wäldern durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume zu rechnen.“

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