Leer /Liverpool Der Zoll hat bei einer Spedition im Landkreis Leer eine Ladung mit 100 Kilogramm Kokain sichergestellt – mit einem Schwarzmarktwert von fünf Millionen Euro. Das Rauschgift war nach Angaben der Beamten in Waschmittelkartons versteckt. Dem aufmerksamen Spediteur sei es zu verdanken, dass das Kokain entdeckt und wenige Tage später in Liverpool ein 67 Jahre alter Verdächtiger festgenommen worden sei, sagte ein Zoll-Sprecher.

Denn nachdem das Rauschgift am 24. September gefunden worden war, ließen es die Fahnder unter Beobachtung an seinen Bestimmungsort bringen. Als es der 67-jährige Niederländer abholte, schlugen die Behörden zu. Bislang, sagte der Zoll-Sprecher, handele es sich um den einzigen Verdächtigen. „Bei der großen Menge kann man aber davon ausgehen, dass eine Organisation dahinter steckt.“

Der Spediteur im Kreis Leer werde keinesfalls verdächtigt, sagte der Zoll-Sprecher. Immer wieder komme es vor, dass Schmuggler ahnungslose Firmen für ihre Transporte nutzten. Der Spediteur habe sich darüber gewundert, nur eine Palette mit Waschmittel nach England bringen zu sollen, und die Behörden verständigt.

Der Lastwagen hatte sich am 25. September von Ostfriesland aus auf den Weg nach Liverpool gemacht. Er fuhr durch die Niederlande und Frankreich. Schließlich ging es per Zug durch den Eurotunnel rüber zur britischen Insel. Der Lkw wurde dabei ständig von Fahndern des Zolls überwacht.

Die Menge von 100 Kilogramm sei beträchtlich, sagte der Zoll-Sprecher: „Funde dieser Größenordnung kommen im gesamten Bundesgebiet nicht oft vor.“ Nun versuchten die Fahnder, die Drahtzieher aufzuspüren.

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