Hannover /Elbasan Aufsehenerregende Aktion im Ausland: Niedersächsische Fahnder schlugen jetzt in Albanien zu. Gemeinsam mit der albanischen Staatspolizei hoben deutsche Ermittler der Staatsanwaltschaft Hannover, von der Kripo Göttingen und vom Bundeskriminalamt einen internationalen Drogen-Ring in der Ortschaft Elbasan aus. Ein Erfolg, der in Hameln seinen Ausgangspunkt nahm, wie diese Zeitung berichtete.

„Seit März 2014 ermittelte die Zentrale Kriminalinspektion (ZKI) Göttingen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hannover verdeckt gegen einen international operierenden Rauschgifthändlerring, der offenbar Kokain in großen Mengen von Südamerika nach Europa schmuggelte“, berichtet Staatsanwalt Oliver Eisenhauer dieser Zeitung. Besonders im Visier: Ein 46-Jähriger aus Hameln und seine Lebensgefährtin aus Bodenwerder. Direkte Drähte führten zum kleinen albanischen Ort Elbasan in der Nähe von Tirana und zu einem hochgesicherten Gebäudekomplex. Obwohl einsam gelegen existiert in Elbasan eine Mercedes Benz-Vertretung. Offenbar lassen sich dort gute Geschäfte machen. Als die Spezialeinheiten zuschlugen, wurden nicht nur zahlreiche Autos, große Mengen an Chemikalien, Bargeld im Gesamtwert von 400 000 Euro, 20 Kilogramm Kokain und Waffen entdeckt, sondern auch elf Personen verhaftet, darunter der Mann aus Hameln.

Zur deutschen Gruppe gehörte auch ein Chemiker. Laut Staatsanwaltschaft wurde das Kokain in Südamerika zur Tarnung mit harmlosen Substanzen versetzt und nach der Anlieferung in Albanien wieder extrahiert. Anschließend ging’s nach Niedersachsen.

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Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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