Lüneburg Ermittlern aus 39 Staaten ist ein internationaler Schlag gegen Datendiebstahl und Internet-Betrug gelungen. Mit „Avalanche“ sei die wohl weltweit größte Infrastruktur zum Betrieb sogenannter Botnetze aufgedeckt worden, teilten die Staatsanwaltschaft Verden und die Zentrale Kriminalinspektion der Polizeidirektion Lüneburg mit. Zuletzt habe der Schwerpunkt der Kriminellen darin gelegen, Online-Banking-Kunden zu schädigen, hieß es.

„Das war ein wichtiger und erfolgreicher Schlag gegen die internationale Cyber-Mafia“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Die Aktion sei unter niedersächsischer Federführung gemeinsam mit vielen Sicherheitsbehörden, darunter FBI und Europol, koordiniert worden.

In zehn Ländern gab es Durchsuchungen, Festnahmen und Beschlagnahmungen. Allein aus der Führungsebene des kriminellen Netzwerks identifizierten die Ermittler 16 Beschuldigte. Gegen sieben Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen. Sie gehören zu einem Ring von Betrügern, die seit 2009 „Avalanche“ für Phishing- und Spam-Kampagnen sowie Bankbetrug nutzen.

Wöchentlich seien mehr als eine Million Spam- oder Phishing-Mails mit schädigendem Anhang verschickt worden. Durch Anklicken wurde der Computer infiziert und Teil von „Avalanche“. So konnten die Angreifer zeitgleich mehr als 50 000 Rechner kontrollieren und ausspionieren. Auf Basis der vorliegenden Anzeigen wird die Schadenssumme derzeit auf sechs Millionen Euro aus 1336 Taten beziffert. Der tatsächliche Schaden dürfte weit höher liegen.

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