Bremen /Bremerhaven Rund einen Zentner Kokain mit einem Verkaufswert von 4,5 Millionen Euro hat der Bremer Zoll in einem Kühlcontainer aus Südamerika in Bremerhaven sichergestellt. Die Drogen seien an einer leicht zugänglichen Stelle in dem Container voller Bananen deponiert gewesen, teilte der Zoll am Freitag in Bremen mit. Dort hätte ein Schmuggler das Paket rasch und unauffällig abholen können – diese Schmuggelmethode werde „Rip-Off“ genannt. Der Zoll entdeckte die über 50 Kilogramm Kokain bei einer auf Rauschgiftschmuggel ausgerichteten Kontrolle.

„Die Personen, die am Handel und Transport mit der im Container enthaltenen legalen Ware beteiligt sind, wissen im Regelfall nichts von der illegalen Beiladung“, erklärte die Leiterin des Bremer Hauptzollamtes, Nicole Tödter. Die Täter machten sich nur die Reiseroute des Containers zunutze. Der Zoll sei auf diese Schmuggelmethode jedoch vorbereitet. „In Frage kommende Container aus Südamerika werden von uns gezielt kontrolliert. Wir werden dabei auch immer wieder fündig“, so Tödter weiter.

Das Kokain sei bereits am 3. September im Hafen von Bremerhaven entdeckt worden. Um weitere Ermittlungen nicht zu gefährden, sei erst jetzt über den Fund berichtet worden. Die Staatsanwaltschaft Bremen, Zweigstelle Bremerhaven, ist eingeschaltet. Das zuständige Zollfahndungsamt Hamburg hat weitere Ermittlungen aufgenommen.

2018 hatte der Zoll in Bremen insgesamt über 400 Kilogramm Kokain sichergestellt.

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