Brake Der Rechtspfleger des Amtsgerichts Brake, der mehrere Hunderttausend Euro Landesgeld veruntreut haben soll, muss sich wohl vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück, die die Ermittlungen in diesem Fall übernommen hat, hat Anklage gegen den Mann erhoben. Der Beamte soll seit 2011 in mehreren Hundert Fällen Geld rechtswidrig von einem Landes­- auf sein Privatkonto überwiesen haben. Angeklagt werden konnten allerdings nur die noch nicht verjährten Fälle seit 2014. Die Anklage laute daher auf Untreue in besonders schwerem Fall in 353 Fällen. Der Landeskasse soll allein in diesen Fällen ein Schaden von mehr als 626 000 Euro entstanden sein.

Dass die Anklage zum Schöffengericht nun ausgerechnet an dem Amtsgericht erfolgt, an dem der Mann tätig war, ist dem Tatortprinzip in der Strafprozessordnung geschuldet. Der zuständige Richter muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Das Schöffengericht kann Freiheitsstrafen von bis zu vier Jahren verhängen.

Der Mann ist derzeit suspendiert. Bei einer Verurteilung droht ihm auch der Verlust seines Beamtenstatus.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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