Kleinensiel /Bremerhaven Die Sperrung der Nordröhre des Wesertunnels zwischen Kleinensiel (Kreis Wesermarsch) und Dedesdorf (Kreis Cuxhaven) hat am Dienstag auf der Ostseite des Stroms zu einem Verkehrschaos geführt. Auf der Westseite blieb es dagegen so ruhig wie immer.

Sehen Sie hier eine Grafik zur Sperrung als PDF.

In Bremerhaven brach zeitweilig der Verkehr zusammen. Auf den Zufahrtsstraßen zum Fähranleger, die durch die Stadtteile Geestemünde und Mitte führen, bildeten sich bereits am Dienstagvormittag lange Fahrzeugschlangen. Viel Geduld brauchten nicht nur die Autofahrer, sondern vor allem die Lkw-Kapitäne. Am Dienstagvormittag betrug die Wartezeit zwei Stunden.

Die beiden Fährschiffe „Nordenham“ und „Bremerhaven“ nehmen zeitweilig nur fünf größere Lastzüge an Bord. Deswegen war der Rückstau an wartenden Lkw in Bremerhaven besonders lang. Nach Angaben des Fährbetreibers, der am Anleger zusätzliches Personal als Einweiser einsetzte, arbeiteten die beiden im Pendelbetrieb verkehrenden Fährschiffe bereits am ersten Tag der Tunnelsperrung an ihrer absoluten Kapazitätsgrenze.

Auf der Linie Brake/Sandstedt brach dagegen das vorhergesagte Chaos aus. Die „Kleinensiel“, das einzige Schiff der Schnellfähre Brake/Sandstedt GmbH (SBS), konnte des Andrangs nicht Herr werden. „Auf der östlichen Weserseite müssen die Autofahrer drei Stunden Wartezeit in Kauf nehmen“, sagte Schiffsführer Lars Niemeyer. Die Passagiere seien durchaus gereizt, wenn sie endlich die Fähre erreichten.

Das Schiff erhöhte den Pendelbetrieb von sechs auf sieben Überfahrten pro Stunde, manchmal schaffte es sogar die erhofften acht Fahrten. Auch am Mittwoch warteten die Autofahrer hier bis zu drei Stunden.

Keine Nervenkrisen gab es auf den drei Linien der Fähren Bremen/Stedingen (FBS), wie der Geschäftsführer Andreas Bettray auf Anfrage mitteilte. Am stärksten war die Linie Berne/Farge betroffen. Hier bezifferte Bettray die Wartezeit auf etwa 15 Minuten. Grund für die schnelle Abwicklung seien die beiden großen Fährschiffe, die hier deutlich geringere Breite des Stroms und die Tatsache, dass nur wenige Fußgänger die Fähren nutzen, so dass der motorisierte Verkehr schneller abfließen könne.

Andreas Bettray verweist die Fahrer auch auf die beiden anderen FBS-Linien Motzen/Blumenthal und Lemwerder/Vegesack. Auch sie seien sehr gut an das überörtliche Verkehrsnetz angebunden.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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