Bad Zwischenahn /Oldenburg Um an ein kompromittierendes Handyvideo zu kommen, sollen zwei Männer aus Syrien in Bad Zwischenahn einen Mord begangen haben. Auch Raub mit Todesfolge legt die Staatsanwaltschaft ihnen zur Last in einem Prozess, der am Dienstag am Landgericht Oldenburg begann.

Hintergrund der Tat ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Dreiecksverhältnis. Das Opfer – ein 31 Jahre alter gebürtiger Iraker, der als Friseur in Oldenburg arbeitete – soll ein Verhältnis mit der Ex-Frau des 42 Jahre alten Angeklagten gehabt haben. Während dieser Affäre soll ein Video entstanden sein, das die Frau angeblich in Misskredit brachte. Eben jenes Video, so die Anklage, wollten sich der 42-Jährige und sein 36 Jahre alter Komplize beschaffen, als sie am Karfreitag gegen 22.30 Uhr in Bad Zwischenahn dem Nebenbuhler nachstellten. Angeblich kollidierten sie absichtlich mit seinem Auto und stachen ihm in der folgenden Auseinandersetzung mit einem Klappmesser in den Hals. Der Iraker verblutete, während die zwei Angeklagten zwei Handys bei ihm gefunden und zerstört haben sollen. Die Ermittlungsbehörden versuchten immer noch, den Speicherinhalt zu rekonstruieren, sagte eine Gerichtssprecherin.

Die 42 und 36 Jahre alten Angeklagten aus Syrien äußerten sich nicht zu den Vorwürfen. Die Verhandlung wurde für sie übersetzt. Der Gerichtssaal war voll, denn als Nebenkläger waren acht Familienmitglieder des Opfers zugelassen. Im Prozess soll auch die Ex-Frau des 42-Jährigen als Zeugin gehört werden. Ob sie allerdings aussagt, bleibt abzuwarten. Die Kammer unter Vorsitz von Richter Sebastian Bührmann hat eine Psychiaterin zum Verfahren hinzugezogen. Die Sachverständige soll Auskunft über die Schuldfähigkeit der Angeklagten geben. Das Verfahren ist auf acht Verhandlungstage terminiert.

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