Osnabrück Die Universität Osnabrück beendet die Weiterbildung von Imamen in Niedersachsen. Das Projekt laufe nach acht Jahren Ende September aus, sagte der Direktor des Instituts für Islamische Theologie, Bülent Ucar, am Montag. Damit gebe es in ganz Deutschland für die Islamischen Theologen nach der akademischen Ausbildung keine Möglichkeit der praktischen Weiterbildung für den Dienst in den Gemeinden mehr. Als erste hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ über das voraussichtliche Ende des Projektes berichtet.

Ucar unterstrich, dass die Weiterbildung stets nur als Provisorium geplant gewesen sei. „Nun sind die Drittmittel aufgebraucht, und das Projekt wird automatisch beendet.“ Mit dem bundesweit beachteten Seminar sei Pionierarbeit geleistet worden, betonte der Professor: „Diese Arbeit muss nun von anderen fortgesetzt werden.“ Am Institut für Islamische Theologie der Universität wurden seither rund 150 Imame weitergebildet.

Anders als bei der evangelischen oder katholischen Theologie oder der Ausbildung jüdischer Rabbiner gebe es bisher noch keine „zweite Phase“ in der Ausbildung von Imamen nach Abschluss ihres Theologiestudiums, sagte Ucar. So wie die Prediger- und Priesterseminare von den Kirchen verantwortet werden, müsste ein „Imam-Seminar“ nach Ansicht Ucars grundsätzlich unter Beteiligung der Islamverbände aufgebaut und organisiert werden.

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