Oldenburger Land Nach Jahren der Vorbereitung nimmt das Projekt „Kiola“ jetzt Fahrt auf. Die Leserinnen und Leser der „Nordwest-Zeitung“ stellten im Rahmen der NWZ-Weihnachtsaktion einen Betrag von 283 106,04 Euro für das in Oldenburg geplante Heim zur Verfügung.

Wenn alles wie geplant läuft, sollten dort bereits im kommenden Jahr behinderte Kinder aufgenommen werden, die normalerweise in ihren Familien leben.

In dem Haus „Kiola“ (Kurzzeitwohnen im Oldenburger Land) sollen sie vorübergehend professionell gepflegt werden, um selbst einmal einen Urlaub von der Familie zu erleben – gleich soll Eltern und Geschwistern die Möglichkeit gegeben werden, sich von der oft schweren Pflegeaufgabe zu erholen.

Bei der symbolischen Geldübergabe am Freitag im Oldenburger NWZ-Medienhaus zeigten sich die Vertreter des „Kiola“-Projekts überwältigt.

„Niemals hätte ich mit einer so hohen Spendensumme gerechnet“, sagte die Vorsitzende des Fördervereins, Ute Dorczok. Mit großer Dankbarkeit habe sie voller Staunen und Begeisterung erlebt, wie der Spendenstand in der Zeit vor und nach Weihnachten kontinuierlich gestiegen sei.

Vorstandsmitglied Michael Albani sah in der unerwartet hohen Summe einen Beweis dafür, dass der „Kiola“-Gedanke das Bewusstsein der Menschen im Oldenburger Land erreicht habe. Es sei beglückend, zu erleben, wie sich Menschen für andere einsetzten.

Noch in diesem Jahr, so Thomas Feld vom Diakonischen Werk Oldenburg und ebenfalls „Kiola“-Vorstand, soll der erste Spatenstich für das Vorhaben vollzogen werden. Feld dankte den zahlreichen NWZ-Lesern, die mit ihrer Spende ein großartiges Zeichen praktizierter Barmherzigkeit gesetzt hätten.

Inzwischen verfügt der Verein „Kiola“ auch über ein Grundstück für das Projekt. Die Finanzierung des insgesamt auf 2,8 Millionen Euro veranschlagten Projekts gestalte sich durch die überaus hohe Spende sehr viel leichter als zuvor. Das sei bei den notwendigen Kreditverhandlungen mit den Banken deutlich geworden, berichteten die „Kiola“-Vertreter. Insgesamt sind für das Vorhaben eine Million Euro als Spenden eingeplant.

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Als nächstes gehe es jetzt um die nötigen Baugenehmigungen für das Gebäude, das in der Nähe des Oldenburger Pflegeheims „Regenbogen“ entstehen soll. Wenn es gelinge, im vorgesehenen Zeitplan zu bleiben, könnten Ende 2019 die ersten Kinder aufgenommen werden.

Die Finanzierung des laufenden Betriebs wurde bereits in ausführlichen Verhandlungen mit der Landesregierung geklärt. Das Vorhaben wird vom Land Niedersachsen auch als ein Modellversuch anerkannt, der über fünf Jahre durch ein wissenschaftliches Team der Universität Oldenburg begleitet wird.

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Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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