Oldenburg Voll, voller, Audimax: Bei der Erstsemester-Begrüßung am Montag an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg platzte der große Vorlesungssaal der Uni aus allen Nähten. Und das gleich zweimal. Bereits morgens um 9 Uhr war der Saal rappelvoll und auch wenig später zur zweiten Runde um 11.30 Uhr warteten die vielen Studierenden bis vor die Eingangstüren des Gebäudes auf Einlass.

Zahl wird noch höher

Rund 2100 Erstsemester starten in diesen Tagen ins Studium, doch erfahrungsgemäß werden es in der nächsten Zeit noch etwas mehr, weiß Pressesprecherin Dr. Corinna Dahm-Brey. Insgesamt gebe es an der Universität Oldenburg aktuell rund 16 000 Studierende. Im vergangenen Jahr waren es übrigens „nur“ rund 1920 Erstsemester. Nicht wenige davon kommen aus der Region. Wie beispielsweise die 19-jährige Tabea aus Oldenburg, sie wird unter anderem Theologie und Religionspädagogik studieren. Die 23-jährige Nathalie aus dem Emsland hat bereits eine Ausbildung in Oldenburg gemacht und wird nun Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit juristischem Schwerpunkt studieren. „Dieser Studiengang wird so nur hier angeboten“, erklärt sie. Zwar ist Oldenburg nicht mehr ganz neu für sie, „aber man lernt die Stadt ja immer wieder neu kennen“. Auch die 19-jährige Mara kommt ganz aus der Nähe. Die Wildeshauserin beginnt in Oldenburg ihr Studium in Pädagogik und Englisch. Aus der gerade beendeten Schulzeit ist es schon ein großer Sprung, findet sie. Denn im Studium ist jede Menge Selbstständigkeit gefragt, den Stundenplan müssen sich die Studierenden selbst zusammenstellen. Einen groben Plan hat die 19-Jährige schon: „Man muss einen guten Mittelweg finden zwischen zu viel reinhängen und zu wenig lernen – es gibt hier ja keine Betriebsanleitung wie in der Schule“, sagt Mara.

Glück bei der Suche

Dass beim Beginn des Studiums auch sehr viel Glück nötig ist, hat die 19-jährige Elena erfahren. Denn zu einem Studienplatz gehört auch eine Wohnung oder ein WG-Zimmer. „Ich habe schon vorher von allen Seiten gehört, dass es sehr schwierig ist“, erzählt die angehende Studentin aus Nordrhein-Westfalen. Sie habe sehr viel gesucht und sich auf jede passende Wohnung beworben, die sie finden konnte. Am Ende kam tatsächlich eine bezahlbare 1-Zimmer-Wohnung dabei heraus.

„Genießt die Aufregung! Kaum eine Zeit ist so intensiv wie die Anfangszeit eures Studiums“, gab Moderator und Science-Slammer Jens-Steffen Scherer den Erstis auf den Weg. Auch Uni-Präsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper konnte sich dem nur anschließen: „Sie werden hier eine prägende Zeit Ihres Lebens haben. Die Erinnerungen an die Studienzeit gehören zu den schönsten Erinnerungen.“ Und da zum Studieren nun nicht nur das Lernen und Sitzen im Vorlesungssaal gehört, gab Piper den Erstsemestern noch eines auf den Weg – nicht ohne zu schmunzeln: „Wer hart arbeitet, darf auch viel feiern.“

Um sich den Start ins Studium nicht allzu schwer zu machen, riet Prof. Dr. Sabine Kyora (Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung) den Neulingen, gerade im ersten Jahr bei den Noten noch nicht allzu kritisch mit sich selbst zu sein, sondern erst mal anzukommen.

Tipps gab es auch von Studierenden aus den höheren Semestern in einer Videobotschaft. Darunter zum Beispiel viel schlafen und früh ins Bett gehen, sich zusammenzutun, sich nicht allzu viel Stress zu machen, aber auch nicht zu viele Klausuren zu schieben.

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Tonia Hysky Redakteurin / Newsdesk
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