Oldenburg Wissenschaft und Forschung sind alles andere als speziell – davon ist Werner Brinker überzeugt. Im Gegenteil: Viele Themen und Ergebnisse, die an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg zirkulieren, haben einen viel größeren Zuhörerkreis verdient.

Der frühere Vorstandsvorsitzende der EWE AG, der vor knapp zwei Jahren den Vorsitz der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) übernommen hat, will deshalb den Austausch zwischen der Universität und der Öffentlichkeit im Nordwesten ausbauen.

Neue Formate hat der 66-Jährige bereits eingeführt. Dazu gehört die öffentliche Auftaktveranstaltung zu Beginn des akademischen Jahres mit prominenten Rednern wie Altkanzler Gerhard Schröder im vergangenen und Ökonom Werner Sinn in diesem Jahr. Zugleich bilden die Veranstaltungen einen Rahmen für die Ehrung erfolgreicher Professoren und Studenten, was zuvor im kleinen Kreis geschah.

Wissenschaft darf sich nicht in einen Elfenbeinturm zurückziehen – der Oldenburger Unternehmensberater Michael Wefers, der die Universitätsgesellschaft neun Jahre geführt hat und im November zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde, wünscht sich, dass Wissenschaftler noch stärker nach außen wirken.

Wefers betrachtet Wirtschaft und Wissenschaft als unterschiedliche Welten. Eine Vernetzung sei nötig. „Ich könnte mir vorstellen, dass zum Beispiel im ,Schlauen Haus’ in der Oldenburger Innenstadt noch mehr Wissenstransfer passiert.“ Umgekehrt habe die Universität Unterstützung verdient. Die UGO wolle deshalb den Universitätsstandort Oldenburg stärken und beitragen, ihn fest im Nordwesten zu verankern.

Brinker möchte die Universitätsgesellschaft auf eine breitere Basis stellen. Rund 900 Privatpersonen und 100 Unternehmen zählt die UGO-Mitgliederstatistik derzeit. „1500 Mitglieder sollten es schon werden“, gibt Brinker als Ziel aus. Für einen Jahresmindestbeitrag von 30 Euro (Unternehmen zahlen 100 Euro) erhielten die Mitglieder ein spannendes Angebot, ist der Vorsitzende überzeugt.

Ein Netzwerk, wie es die UGO biete, gebe Anregungen und schaffe Kontakte zu Experten, zum Beispiel für Fragen von Unternehmen, sagt Brinker. Spätestens dann ist das Wissen der Forscher alles andere als speziell.


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Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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