OLDENBURG /VECHTA /DIEPHOLZ OLDENBURG/VECHTA/DIEPHOLZ/RIE - Abiturienten machen eine Lehre und studieren in einem Zug, Meister und Techniker arbeiten in ihren Unternehmen und studieren parallel – ja, wo gibt es denn so was? „Bei uns“, sagt Prof. Dr. Jons T. Kersten, Präsident der Privaten Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (FHWT).

An den Standorten Vechta, Diepholz und Oldenburg bietet die FHWT Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, sowie reine Ingenieurstudiengänge als Duales Studium an. Neben der theoretischen Ausbildung an der FHWT, die zu Studienabschlüssen führt, findet eine praktische Ausbildung in den Betrieben statt. „Wir arbeiten mit 211 Betrieben zusammen, es werden immer mehr“, so Kersten.

Thomas Pohler (26) ist einer von derzeit 580 Studenten, die sich für das Duale Studium bei der FHWT entschieden haben. Der gebürtiger Beckelner (Kreis Oldenburg) hat bereits an der FHWT sein Diplom als Betriebswirt bestanden, derzeit studiert er in Diepholz Wirtschaftsingenieurwesen. „Ich fand die Vorstellung genial, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden und gleichzeitig Geld zu verdienen.“ Als Vergütung werden von den Betrieben in der Regel die üblichen Tarife für Auszubildene bezahlt. Die Studiengebühren – zwischen 10 000 und 24 000 Euro – übernehmen normalerweise ebenfalls die Betriebe. „Die Investition lohnt sich“, sagt Markus Woehl von Schulz Systemtechnik in Visbek (Kreis Vechta), die mit der FHWT zusammenarbeitet. Durch die Praxisnähe des Studiums falle eine spätere Suche und Einarbeitungszeit weg.

„Ich kann mit Praxisproblemen aus meinem Betrieb direkt zu einem Professor an der FHWT gehen“, nennt der Elektrotechnikstudent Lars Kobialka einen weiteren Vorteil dieses Studiums. „Die Dienstwege sind hier sehr kurz, die Professoren immer hilfsbereit.“

Nicht ganz so kurz sind die Fahrtwege zur FHWT in Oldenburg für den Elmshorner. Doch von seiner Ausbildungsvergütung hat er sich für die Theoriephasen ein Zimmer gemietet. Den Arbeitsaufwand an der FHWT bezeichnet er als „recht hoch“. Acht Klausuren in einem Semester, das mache an einer Staatlichen Hochschule wohl niemand. „Wir müssen das. Aber das enge Korsett ist effektiv“, so Kobialka, „nach acht Semestern ist man dafür fertig.“

Nähere Infos zum Dualen Studium gibt es heute ab 10.30 Uhr im Bfe in Oldenburg, Donnerschweer Straße 184 (Elektrotechnik, Mechatronik), und ab 10 Uhr in Diepholz, Schlesierstraße 13 a (Betriebswirtschaft, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik und -ingenieurwesen).

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