Hannover An niedersächsischen Gymnasien haben Schüler in einem Vergleichstest in Mathematik schlechter als der Bundesdurchschnitt abgeschnitten. Deshalb müsse der Fokus verstärkt auf das Vermitteln von Grundlagen gerichtet werden, teilte das Kultusministerium am Freitag in Hannover mit.

Hohe Priorität habe jetzt die Förderung der Kernkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen. Das Ministerium hofft darauf, mit speziell entwickelten Materialien für Fünft- bis Zehntklässler die Leistungen mittelfristig zu verbessern.

In mehreren Bundesländern sind Neuntklässler zwischen 2012 und 2018 in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik zurückgefallen. Insgesamt blieb das Niveau aber weitgehend stabil, wie die in Berlin präsentierte Studie IQB-Bildungstrend 2018 zeigt. Sie war von der Kultusministerkonferenz (KMK) in Auftrag gegeben worden.

Auch die Leistungen der niedersächsischen Schüler blieben im Vergleich zur Untersuchung von 2012 insgesamt stabil. Dieses Ergebnis sei positiv zu bewerten, weil die Schülerschaft durch Zuwanderung und Inklusion heterogener geworden sei, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Wichtig seien nun auch Lehrerfortbildungen.

Bremen schnitt erneut besonders schlecht ab. „Die mangelnde Qualität der schulischen Allgemeinbildung gefährdet die Fachkräftesicherung und ist eine schwerwiegende Hypothek für den Wirtschaftsstandort Bremen“, kritisierte Janina Marahrens-Hashagen, Präses der Handelskammer Bremen. In Bayern und Sachsen erreichten dagegen überdurchschnittlich viele Schüler gute Leistungen.

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