Gütersloh Die Corona-Nothilfen der Bundesregierung haben für einen sprunghaften Anstieg bei den Studienkrediten gesorgt. Das geht aus dem Studienkredit-Test 2021 des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hervor. Die Zahl der Neukredite kletterte 2020 um mehr als 60 Prozent auf 53 000. Insgesamt beziehen derzeit 90 000 Studierende in Deutschland Gelder aus einem Studienkredit oder Bildungsfonds. Das entspricht einem Anteil von drei Prozent.

Laut den Autoren erreicht die Zahl der Neukredite damit wieder das Niveau aus dem Jahr 2015. Zwischen 2014 und 2019 hatte sich die Zahl demnach halbiert.

Haupttreiber sind laut Studie die staatlichen KfW-Studienkredite. Der Marktführer verbuchte mehr als drei Viertel aller neuen Verträge für sich. Im Vorjahr 2019 gab es allein bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) 18 000 Abschlüsse, 2020 waren es rund 40 000. Die KfW ist eine staatliche Förderbank.

Als Gründe nennt die Studie geänderte Vertragsmodalitäten. So konnte der KfW-Studienkredit bis Ende 2021 zinsfrei genutzt werden. Außerdem konnten wegen Corona erstmals Studierende aus dem Ausland befristet den Kredit in Anspruch nehmen. Dies nutzten 16 000 Studentinnen und Studenten ohne deutschen Pass, ein Anteil von 30 Prozent bei den Neu-Verträgen.

Der KfW-Studienkredit sollte bei der Corona-Nothilfe als staatliche Alternative für alle fungieren, die weder BAföG-berechtigt sind noch von der – ziemlich bürokratischen – Überbrückungshilfe erfasst werden. Insgesamt stuft der Test die gängigen Angebote als durchgehend „seriös und gut gestaltet ein“.

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Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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