Berne Fünf Zentimeter vor, langsam runter, etwas nach rechts – es ist gar nicht so einfach, acht Tonnen Stahl vom Kran aus so zu dirigieren, dass alle Löcher und Bolzen genau aufeinander passen und daraus wieder ein Turm wird. Doch das Rangieren derartig schwerer Lasten ist für die beiden Fassmer-Kranführer Routine. In ihrer Freizeit unterstützen sie tatkräftig die Feuerwehr Berne beim Aufbau des Übungsturmes.

Erfahrung im Bau haben auch die Mitglieder der Ortswehr in den zurückliegenden Monaten reichlich gesammelt. Mit viel Eigenleistung wurden Sozialräume und Fahrzeughalle der Berner Feuerwehr modernisiert, abgerissen oder neu gebaut.

Das Fundament für den acht Meter hohen Turm, den die Firma Aljo den Lebensrettern gegen den Abbau unentgeltlich überließ, wurde dabei gleich mit geschaffen. Vier elf Meter tief in den Boden gerammte Pfähle warteten so bereits auf die Stahlteile, die nun sicher daran befestigt werden.

Nachdem der Gemeinderat zustimmte, dass die Feuerwehr dieses Geschenk annehmen darf, lagerte der Turm, der einem Hallenneubau weichen musste, anderthalb Jahre auf dem Bauhof – in Einzelteile zerlegt.

„Wir haben genau dieselben Leute zusammengetrommelt, die damals mit abgebaut haben. Außerdem haben wir uns genaue Zeichnungen gemacht, wohin welche Schraube gehört“, erklärt Ortsbrandmeister Stefan Krings. Auch wenn nicht alles ganz so schnell geht, wie er und seine Kameraden es sich vielleicht gewünscht hätten, so verläuft der Aufbau dank der guten Vorbereitungen absolut problemlos. Nicht zuletzt dank der vielen ehrenamtlichen Helfer, wie beispielsweise das Elsflether Lohnunternehmen Schnitger und Hübscher, das mit einem Tieflader den Transport übernommen hat.

Schon nach wenigen Stunden steht der größte Teil des Bauwerks, an dem sich die Absolventen der nächsten Truppmannprüfung im Herbst zur Selbstrettung abseilen müssen. „Wir haben sogar schon erste Anfragen anderer Feuerwehren bekommen“, berichtet Stefan Krings.

Bevor aber an dem Turm eifrig geübt werden kann, muss noch gepflastert, verfüllt oder eine Holzverkleidung an das Stahlgerüst angebracht werden.

Auch Zaun und abschließbares Tor, die vor unbefugter Benutzung schützen sollen, stehen schon bereit.

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