BERNE Auf bewährte Kräfte setzt die CDU beim Parteivorstand. Björn Thümler forderte einen schnellen Baubeginn der Berner Ortsumgehung.

von Thomas Neunaber BERNE - Von Aufbruchstimmung war am Mittwochabend die Jahreshauptversammlung des CDU Gemeindeverbandes Berne im Gasthof Schütte geprägt. Mit 159 Mitgliedern liegt die Berner CDU, was die Zahl der Mitglieder anbelangt, mittlerweile auf Platz zwei unter den CDU-Verbänden in der Wesermarsch. „Unsere magische Zahl bei den Mitgliedern ist die 200“, sagte Verbandsvorsitzender Karl-Ernst Thümler.

Bei den Vorstandswahlen des Gemeindeverbandes wurde der bisherige Vorstand mit Karl-Ernst Thümler (Vorsitzender), Elke Belsemeyer und Heino Müller (stellv. Vorsitzende), Meike Bruns (Kassenwartin) und Ursula Danne (Schriftführerin) einstimmig wiedergewählt.

CDU-Ratspolitiker Jürgen Ahrens, der auf der Versammlung für 25-jährige Ratsarbeit ausgezeichnet wurde, kritisierte das Verhalten der Gemindespitze in punkto Stedinger Entwicklungsgesellschaft. „Wir haben der Auflösung der Gesellschaft nicht zugestimmt, weil sie durch eine Neuausrichtung überlebt hätte“, betonte Ahrens. Doch leider hätten die Mehrheitsverhältnisse im Rat und der „vorauseilende Gehorsam des Bürgermeisters gegenüber der Kommunalaufsicht“ das Ende der GmbH besiegelt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Ernst Thümler sah zwischen der Auflösung der Gesellschaft und der Kandidatur ihres damaligen Geschäftsführers Detlef Wiggers für das Berner Bürgermeisteramt einen Zusammenhang. „Wiggers wurde mit der Aufstellung auf einmal zum Staatsfeind Nr. 1 für die Gemeindespitze und die Stedinger Gesellschaft wurde fortan schlecht geredet“, sagte Thümler. Er beklagte auch, dass Bürgermeister Bremermann bisher noch keine Stellung zum CDU-Vorschlag bezogen habe, Teile der Stedinger Gesellschaft an den OOWV zu verkaufen.

Kritik übte Thümler am Vorgehen der Verwaltung bei der Schulerweiterung in Ganspe: „Hätte man nicht die alten Schulgebäude vorschnell abgerissen, hätte man sich die Mietkosten für die Schulcontainer von 40 000 Euro bis zum Baubeginn im Mai sparen können.“

Landtags- und Kreistagsabgeordneter Björn Thümler mahnte beim Thema Ortsumgehung Berne bei notwendigen Landkäufen einen fairen Umgang mit Landbesitzern an. Er forderte einen schnellen Baubeginn der Strecke im nächsten oder übernächsten Jahr. Frohe Kunde brachte der Landtagsabgeordnete aus Hannover mit. Durch Änderungen beim kommunalen Finanzausgleich fließen der Gemeinde Berne in 2007 400 000 Euro zusätzlich zu.

Überlegungen, auf den – dem Klimawandel geschuldeten – Anstieg des Weserpegels mit dem Bau eines Sperrwerks zu begegnen, erteilte er eine Absage. „So etwas würde rund eine Milliarde Euro kosten“, winkte Thümler ab.

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