Warfleth Das sei eine anstrengende Begrüßung gewesen, scherzte Bürgermeister Franz Bittner nach dem Verlesen der langen Gästeliste vom Warflether Jugendwart Mirko Greitemeier. Dieser gab danach einen Rückblick auf die Geburtsstunde der Warflether Jugendfeuerwehr.

In der Aula der Grundschule Ganspe hatten sich Gäste aus dem Feuerwehrwesen, der Gemeindeverwaltung und umliegenden Vereinen versammelt, um den 50. Geburtstag der Jugendwehr zu feiern. Ganz besonders freute man sich über die sechs Gäste aus Bernes ungarischer Partnerstadt Schemling.

Am 15. Mai 1963 wurde die Jugendfeuerwehr auf Initiative von Horst Böning als erstem Jugendwart und seinen beiden engagierten Mitstreitern Willi Unverricht und Fritz Stührmann ins Leben gerufen. Elf Jungen gehörten damals zu der zweiten Jugendfeuerwehr im Oldenburger Land. Die Idee den Nachwuchs damit für den späteren aktiven Feuerwehrdienst zu begeistern steckte dahinter. Aber keine zwei Jahrzehnte nach Kriegsende gab es auch kritische Stimmen zum Thema Jugendfeuerwehr. Kinder in Uniformen zu stopfen standen einige Menschen zweifelnd gegenüber, hieß es.

Diese Zweifel haben sich längst aufgelöst. Die Jugendfeuerwehren sind überall ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der ehrenamtlichen Ortswehren. 21 Mitglieder zählt die Warflether Jugendwehr heute.

Jost Benedix war 1963 ein Mitglied der ersten Stunde. Für die seit einem halben Jahrhundert währende Treue wurde der Hauptfeuerwehrmann von Bürgermeister Bittner als Anerkennung der Gemeinde mit der Urkunde und Nadel geehrt.

Als ganz besonderer Freund der Jugendfeuerwehren ließ es sich auch der Ehrenkreisbrandmeister Werner Zirk nicht nehmen, der Ortswehr im Süden des Landkreises persönlich zu gratulieren. Diese Jugendwehr gehöre „zu den Keimzellen im Oldenburger Land“. Deutliche Worte richtete er auch an die Politik und schaute dabei in die Richtung des Stadlander SPD- Landratskandidaten Dr. Stefan Kühn. Vor 30 Jahren gab es vom Landkreis fünf D-Mark pro Teilnehmer und Tag als Zuschuss für die Zeltlager. Eine Summe, die nie der Inflation mit inzwischen ganz anderen Preisen angeglichen wurde und die die ehrenamtlichen Betreuer neben ihren übrigen Aufgaben oft noch hinter ihrer Kohle herrennen lasse. Schön wäre es, wenn der künftige Landrat für diese wichtige Jugendarbeit mehr Bundesgelder frei machen könnte, so Zirk. „Wer selber Bäume pflanzt und Müll einsammelt, wird anschließend kaum Fastfood-Verpackungen in die Landschaft schmeißen.“

Auch Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp hatte 1972 in Warfleth bei der Jugendfeuerwehr begonnen und gehörte genau wie Regierungsbrandmeister Dieter Schnitjer, Kreisjugendfeuerwehrwart Timo Würdemann, Horst Bönings Sohn Norbert Bodin und viele andere zu den Rednern. Draußen bereiteten derweil Hansi Völker und Björn Birkholz in der nagelneuen Feldküche das Essen für die Gäste vor, mit dem das Jubiläum gefeiert wurde.

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