HEKELN Sie waren von Anfang an dabei. An den ersten gemeinsame Auftritt als die neue Jugendwehr aus Hekeln können sich Werner Schöndelen, Martin Parnitzke und Fred Meyerhoff deshalb gut erinnern. „Das war 1963 in Jaderberg bei einem Wettkampf“, erzählen sie.

Noch besser erinnern sich die drei Urgesteine der Hekeler Wehr aber an den nächsten Wettkampf. „1963 in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg. Wir gegen Hollriede. Die haben gemogelt und hatten heimlich Erwachsene dabei. Das nehmen wir heute noch übel“, erklären sie mit finsteren Mienen. Und lachen.

Die Jugendwehr Hekeln ist die älteste im damaligen Verwaltungsbezirk Oldenburg. Am 4. Mai diesen Jahres besteht sie genau 50 Jahre. Gegründet wurde sie von Egon Herzer, um den Nachwuchs für die Feuerwehr zu sichern. Zwölf Jugendliche waren im Anfangsjahr dabei. Mitmachen konnte man ab zwölf Jahren.

Löschen am Kanal

Das Training der Nachwuchskameraden in den Anfangsjahren unterschied sich nicht groß vom heutigen Lehrplan, finden die drei Gründungsmitglieder. „Es wurde theoretisch und praktisch ausgebildet“, sagt Schöndelen, der später auch Jugendwart und Gemeindejugendwart bei der Feuerwehr war. „Der einzige Unterschied: Wir durften voll mit Wasser arbeiten. Das ist heute nicht mehr erlaubt.“ Ein Extra-Programm für die Jugend gab es damals nicht. „Wir haben genau das gemacht, was die Aktiven taten“, beschreibt Fred Meyerhoff, der sich ebenfalls als Jugendwart engagierte.

Etwas anders war es dann aber doch. Geübt wurde nämlich in der alten Schule in Hekeln. Das Kuppeln trainierten die Jugendlichen auf dem Pausenhof. Löschangriffe wurden auf der Kanalbrücke geübt. „Wir haben uns in der Schmiede in Hiddigwarden eine Schnellkupplung selbst gebaut. Damit ging es auf den Wettkämpfen schneller. Heute ist das natürlich nicht mehr denkbar.“

Ihre Leistungsspangen – die auch heute noch an der Uniform glänzen – haben die Mitglieder der neu gegründeten Jugendwehr in Bonn gemacht. „Bei einem internationalen Jugendfeuerwehrtreff“, erzählt Meyerhoff. „Damals waren wir die beste Gruppe aus Niedersachsen.“

Heute 15 Mitglieder

Heute hat die Jugendwehr in Hekeln 15 Mitglieder, darunter zwei Mädchen. Die Kinder und Jugendlichen werden von Jens König betreut. Eintreten darf man schon mit zehn Jahren. „Noch heute kommen in der aktiven Wehr 90 Prozent der Mitglieder aus der Jugendwehr“, informiert Gemeindejugendfeuerwart Karsten Windhorst. Und noch immer sind die Jugendlichen wehr erfolgreich: Mit dem Projekt „Insektenhotel“ gewannen sie 2007 den ersten Platz im Aktivitätenpreis der Öffentlichen Brandkasse. Sie haben gute Vorbilder.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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