Berne In Berne gab es eine Synagoge, die in der Pogromnacht 1938 nicht zerstört wurde, weil die Synagogengemeinde sich schon aufgelöst hatte. Das Gebäude wurde verkauft. Es ist mehrfach umgebaut, ist aber erhalten. Eine, die dort die Gottesdienste besucht hatte, war Sara Koopmann (geboren 1861 als Sara Katz). Sie heiratete 1887 Leopold Koopmann (1854-1927), der von seinen Eltern einen Viehhandel mit Viehzucht und umfangreichen Ländereien bei Berne übernommen hatte. Ihr ältester Sohn, Dr. Louis Koopmann, führte nach dem Tod des Vaters die Geschäfte. Sara Koopmann musste erleben, wie die Rassegesetze von 1935 es Juden immer schwerer machten, wirtschaftlich zu überleben. Die Genossenschaft kündigte Koopmanns die Kredite, schloss sie aus der Genossenschaft aus. Die Eintragung der Herdbuchtiere wurde gelöscht. Die Koopmanns mussten ihren Betrieb aufgeben. Deshalb zog Sara Koopmann 1937 zunächst nach Hildesheim zu ihrer Tochter. Nachdem die Tochter mit ihrem Mann in die Niederlande emigriert war, zog Sara Koopmann zu ihrem Sohn Louis nach Fürstenwalde, dann in ein jüdisches Damenstift nach Hannover, bevor sie 1941 in das „Judenhaus“ Ohestraße in Hannover umzog. Sara Koopmann wurde 23. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 6. September 1942 starb. Im März 1943 übernahm die Gemeinde Berne die Koopmann-Grundstücke, wie Ursula Bernhold und Almut Setje-Eilers in ihrer Dokumentation über die jüdischen Familien Bernes schreiben (Isensee Verlag, 2018).


Weitere Informationen unter   www.bit.ly/nwzkoopmann 
Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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