AUGSBURG Kleine Wohnungen stellen besondere Anforderungen an die Raumplanung. Zu große oder zu viele Möbel sowie mangelnde oder schlecht genutzte Stauräume lassen sie schnell wie eine Rumpelkammer wirken.

„Schon vor dem Einzug sollte überlegt werden, was in den Räumen später gemacht werden soll“, rät die Innenarchitektin Anne Jung vom Beratungsunternehmen „Form + Folgen“ in Wiesbaden. Zum Möbelkauf sollte immer ein Grundriss der Wohnung mit exakten Raummaßen mitgenommen werden.

„Auch kleine Wohnungen können eine großzügige Wirkung haben“, sagt der Architekt und Fachbuchautor Thomas Drexel. Groß wirke eine Wohnung durch die Schaffung möglichst großer Sichtachsen, die nicht durch Möbel verbaut werden sollten. Nachgedacht werden sollte zum Beispiel auch darüber, ob sich überflüssige Türen aushängen lassen. Gerade wenn nur eine Person in der Wohnung lebt, sind Türen oft nicht notwendig.

„Optisch vergrößern lassen sich kleine Räume, wenn Wände und Decken hell gestrichen werden“, sagt Ludger Küper, Direktor des „Paint Quality Institute“. Ein Anstrich in Weiß oder einem anderen hellen Farbton wie Gelb oder Himmelblau erwecke optisch den Eindruck von Höhe. „Auf keinen Fall darf die Decke dunkel sein“, warnt der Experte.

Die Fensterdekorationen sollten in kleinen Zimmern genau auf die Wandfarbe abgestimmt sein. „Sonst verkleinern die Gardinen den Raum optisch“, erläutert Jung. Dekoriert werden sollte mit Gardinen nur die eigentliche Fensternische. Üppige Dekorationen lassen grundsätzlich Räume kleiner wirken. Mit Kissen oder anderen bunten Accessoires allerdings kann jeder individuell Farbakzente setzen, ohne optische Einengung. Für die Bodengestaltung empfiehlt Drexel einen einheitlichen Belag.

Ebenfalls eingeplant werden muss ein Essplatz. „Erste Wahl ist ein ausklappbarer Tisch“, sagt Jung. An einem solchen Tisch kann im Alltag bequem allein gegessen werden. Ausgezogen bietet er mehreren Gästen Platz. Als Sitzgelegenheit eignen sich besonders Klappstühle. Der Tisch kann zusätzlich als Arbeitstisch dienen.

„In sehr kleinen Wohnungen müssen die Möbel filigran sein“, rät Drexel. Stauraum bieten Schrankwände mit möglichst transparenten Fronten. Auch der Einbau von passgenau gefertigten Schrankwänden oder begehbaren Schränken ist zu erwägen. Viele kleine oder gar offene Aufbewahrungssysteme machten einen Raum dagegen unruhig.

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