OLDENBURG „Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist deutlich größer als das am Markt vorhandene Angebot“, sagt Günter H. Winkelmann, Prokurist der Maklerfirma Fritz Wübbenhorst oHG in Oldenburg. Wohnungen würden sowohl von Selbstnutzern als auch von Kapitalanlegern gesucht. „Im vergangenen Jahr bildeten Eigentumswohnungen den ,Renner’ unter den Immobilienobjekten“, bilanziert Wolfgang Grasse, Mitinhaber und Geschäftsführer der Firma Wübbenhorst, im aktuellen Marktbericht: „Allein im Stadtbereich Oldenburg sind im Jahre 2009 annähernd 35 Prozent mehr Wohnungen als ein Jahr zuvor veräußert worden.“

Und der Trend hält an. Angesichts immer noch „historisch günstiger Zinsen“ haben Kapitalanleger, so Winkelmann „mit einer Immobilie auf Sicht eine unschlagbar wertstabile Anlage“. Sie beschere ihnen regelmäßige Mieteinnahmen, ohne großen Aufwand zu verursachen, sofern sich eine Hausverwaltung um alles Wesentliche kümmert. Und Mieter könnten bei geringem Eigenkapitalbedarf „mit dem Betrag, den sie bisher als Miete aufwenden, ein Darlehen bedienen und Eigentum erwerben“.

Besonders günstig fällt die Rendite aus, wenn eine Eigentumswohnung aus dem Bestand gewählt wird. Denn der Kaufpreis liegt laut Winkelmann pro Quadratmeter um 800 bis 1000 Euro unter dem Preis für eine vergleichbare Neubau-Wohnung, für die durchschnittlich 1980 Euro pro Quadratmeter verlangt werden. Allerdings finde derzeit „kaum nennenswerte Neubautätigkeit“ statt.

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„Lage, Lage, Lage“ ist auch bei einer Eigentumswohnung das Maß aller Dinge: Stadtnah aber ruhig soll sie sein, zeitgemäß ausgestattet – insbesondere das Bad –, über eine Terrasse oder einen Balkon und einen Pkw-Stellplatz oder eine Garage verfügen. Bei größeren Wohnungen wird zudem ein Gäste-WC erwartet. Immer höher wird auch der energetische Zustand einer Immobilie bewertet.

Vertreter der Generation 50plus, die ihr Haus am Stadtrand mit großem Pflegeaufwand aufgeben, suchen stattdessen komfortable Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen im Zentrum. Auch junge Paare starten laut Winkelmann gerne mit einer Eigentumswohnung, bevor sie vielleicht später Familie gründen und ins Eigenheim umziehen. Klassische Kapitalanleger dagegen „möchten keine großen Wohnungen haben“, beobachtet Wolfgang Grasse. Sie bevorzugen Objekte mit maximal drei Zimmern. An Neubau-Wohnungen sind sie kaum interessiert, weil sie damit „vielleicht einen Euro mehr Miete pro Quadratmeter einnehmen können“, so Grasse, aber einen deutlich höheren Kaufpreis zahlen müssen.

Angesichts der sehr starken Nachfrage und des geringen Angebots können beim Verkauf gute Preise für Eigentumswohnungen erzielt werden. „Dabei prägt die Wohnlage den Kaufpreis“, erklärt Günter H. Winkelmann. „In einer unruhigen Lage müssen Zugeständnisse gemacht werden.“ Verkäufern kann er nur empfehlen, „sich fachmännischen Rat einzuholen, um zu sehen, bei welchem Kaufpreis Vermarktungschancen bestehen“. Überzogene Forderungen würden sich eher schädlich auf den Verkauf auswirken.

„Suchen!“, ist der vorrangige Rat, den Winkelmann potenziellen Käufern von Eigentumswohnungen geben kann. Sollten sie kein geeignetes Objekt finden, könnten sie sich auch „mit Alternativen beschäftigen“. Ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte wären für ein junges Paar vielleicht auch denkbar. „Außerdem beobachten wir immer öfter, dass in sehr guten Lagen Häuser aus den 50er und 60er Jahren abgerissen und auf diesen Grundstücken Eigentumswohnungen neu errichtet werden“, ergänzt Wolfgang Grasse. Dies seien „spezielle Objekte“ mit größeren Wohnungen, für die auch „sehr gute Preise“ verlangt würden.

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