Berlin /Sankt Augustin Bis zum Jahr 2015 müssen Öl- und Gasheizkessel ausgetauscht werden, die vor dem 1. Januar 1985 installiert wurden. Darauf weist der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks hin. Ausgenommen sind jedoch selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser.

Schärfere Vorgaben für die energetischen Standards von Neubauten und die Austauschpflicht für alte Heizungen sind Bestandteil einer Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV). Bislang mussten nur Öl- und Gas-Heizanlagen erneuert werden, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden.

„Heizungen, die älter als 20 Jahre sind, können nicht auf dem aktuellen Stand der Technik sein und verbrauchen mehr Energie als nötig“, erklärt Helmut Jäger, Geschäftsführer von Solvis, Hersteller für Solarheizsysteme. Betroffen seien etwa 30 Prozent aller Heizkessel in Deutschland.

Ausgenommen von der Austauschpflicht sind Brennwertkessel und Niedertemperaturkessel mit einem hohen Wirkungsgrad. Wohnen Hausbesitzer erst seit Februar 2002 in Gebäuden, deren Öl- und Heizkessel 2015 dann 30 Jahre alt sind, brauchen sie ebenfalls nicht aktiv werden. Nach Schätzungen des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks sind von den Neuerungen mehr als eine halbe Million Haushalte betroffen.

Wirksam werden sollen die Änderungen voraussichtlich am 1. Mai 2014. Ab Januar 2016 soll der Primärenergiebedarf bei Neubauten um durchschnittlich 25 Prozent und der Wärmebedarf durch eine bessere Gebäudedämmung um durchschnittlich 20 Prozent gesenkt werden.

Außerdem werden auf Drängen des Bundesrats, der die Novelle zwar als unzureichend bezeichnete, aber trotzdem absegnete, Gebäude künftig in Energieklassen von A+ bis H unterteilt. Auf Energieausweisen soll die Effizienzklasse vermerkt werden, um bei Verkauf und Vermietung transparent über den zu erwartenden Energieverbrauch zu informieren. Laut Bauminister Ramsauer ist die Novellierung notwendig, um die neu gefasste EU-Gebäuderichtlinie umzusetzen.

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