Bonn Den Ball gefangen, einmal kurz hochgeblickt, Wurf – und drin. Diese Szene mit Philipp Schwethelm in der Hauptrolle wiederholte sich im Schlussviertel des Allstar-Spiels der Basketball-Bundesliga (BBL) derart oft, dass irgendwann ein kräftiges Raunen durch die mit 6000 Zuschauern ausverkaufte Halle am Bonner Hardtberg ging, wenn Schwethelm mal wieder zum Dreier ansetzte.

21 Punkte standen am Ende für den Flügelspieler der EWE Baskets Oldenburg zu Buche – damit konnte der 27-Jährige zwar nicht die 99:102 (40:61)-Niederlage gegen die besten ausländischen Spieler der BBL verhindern, avancierte aber mit dem Münchner Maximilian Kleber zum besten Werfer der Auswahl der deutschen Profis. Schwethelm wurde sogar zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt und schnitt auch beim Dreipunktewettbewerb vor der Partie als Zweiter glänzend ab.

„Es hat Spaß gemacht. Ein bisschen ärgerlich aber, dass wir nicht doch noch gewonnen haben“, meinte Schwethelm. Der Baskets-Profi grinste dabei, denn natürlich konnte er die Niederlage und die kleinen Frotzeleien seines Oldenburger Teamkollegen Rickey Paulding, der für das siegreiche Team International sieben Punkte beisteuerte, gut verkraften. Schließlich ging es in Bonn allein um die Unterhaltung der Zuschauer. Und der Mix aus Spaß, gutem Basketball und spektakulären Einlagen stimmte auch in diesem Jahr.

Deshalb wird es den Allstar-Day auch in der kommenden Saison wieder geben. Allen Terminschwierigkeiten zum Trotz, die vor allem die Verantwortlichen von einigen Spitzenclubs über eine Abschaffung des Events nachdenken ließen. „Das wäre grundfalsch“, sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. Dagegen verzichtet die BBL in Zukunft auf das Duell zwischen Meister und Pokalsieger vor Beginn einer Saison.

Beim Allstar-Day bewies Ex-Nationalspieler Sebastian Machowski (44), dass er noch nichts von seiner Treffsicherheit eingebüßt hat. Der frühere Baskets-Coach und aktuelle Trainer der Eisbären Bremerhaven siegte im „Dreier-Wettbewerb der Legenden“ gegen Stephan Baeck, Jan Jagla und Pascal Roller.

Im Vorprogramm der Profis hatte ein anderer Oldenburger seinen großen Auftritt: Beim Allstar-Spiel der besten Nachwuchsspieler erzielte Piet Niehus von der Baskets Akademie/Oldenburger TB 14 Punkte und gab überdies acht Assists. Dennoch verlor der 18-jährige Point Guard mit der Nord-Auswahl gegen das Team des Südens mit 85:90.

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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