OLDENBURG Die Saison nach dem Titelgewinn ist die schwerste. Diese Erfahrung konnten die Basketballer der EWE Baskets Oldenburg machen. Und sie haben die Aufgabe – mit Ausnahme der Spiele zwei und drei der Playoff-Runde, die zur unrechten Zeit kamen – bemerkenswert gut erledigt.

Ohne ihren verletzten Kapitän Jason Gardner mussten die Baskets ihr Debüt in der Euroleague bestreiten. Zwar sprang nur ein Sieg beim polnischen Meister AP Gdingen (Gdynia) heraus. Die Art und Weise, wie sie sich aber den Spitzenteams Europas stellten, hatte Lob und Anerkennung zur Folge. Oldenburg machte sich einen guten Namen auf der internationalen Bühne, brillierte nicht nur auf dem Feld, sondern auch durch Gastfreundschaft.

Ganz nebenbei lieferten sie in der Bundesliga eine überdurchschnittliche Vorrunde ab. Sie hätten die Niederlagen in Ludwigsburg, Gießen und Weißenfels wohl nicht hinnehmen müssen, wenn es die Euroleague-Belastung nicht gegeben hätte. Kompensieren mussten sie bis Dezember den Ausfall von Gardner, vor Weihnachten eine Verletzung von Rickey Paulding und zu Beginn des neuen Jahres die von Jasmin Perkovic. Und wie sie zum Jahresstart in Bamberg 78:67 siegten, fand allerorts Beachtung. Scheinbar locker ging die Mannschaft mit der Rolle des Gejagten um. Nichts und niemand schien sie beeindrucken, nichts und niemand sie aufhalten zu können.

Ohne die Belastung im internationalen Wettbewerb wurde die Bundesliga-Rückrunde zum Schaulaufen des noch amtierenden Meisters. Acht Siege in Folge, darunter eine Galavorstellung beim 93:80-Erfolg in Braunschweig, führten dazu, dass die Baskets erneut in die Gruppe der Titelfavoriten aufrückten. Zu gefestigt trat das Team auf, zu stark schien das Kollektiv zu sein. Und mit dem ersten Platz am Ende der Hauptrunde setzten die Oldenburger ein dickes Ausrufezeichen.

Lediglich im Pokal wurde das Nahziel, die Teilnahme an dem Final-Four, nicht erreicht. Angstgegner Göttingen war hier in den Ausscheidungsspielen Endstation.

Die Baskets stellten in der vergangenen Saison ein fantastisches Team, das trotz des Ausscheidens in der ersten Playoff-Runde ihre Fans erfreute und begeisterte. Und sie werden in der kommenden Saison wieder international vertreten sein, – nicht in der Euroleague, was im Stillen ein Ziel war, sondern im Eurocup, dem zweitwichtigsten Wettbewerb Europas.

Und auch in der kommenden Saison werden sie eine gute Rolle spielen. So wie in der, die sie leider gerade vorzeitig beenden mussten.

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