ULM Göttingen-Scharte ausgewetzt und wieder zurück in der Erfolgsspur: Die EWE Baskets Oldenburg haben nach dem 66:79-Ausrutscher im Spitzenspiel bei den Südniedersachsen, die das Team von Trainer Predrag Krunic die Tabellen-Führung der Basketball-Bundesliga gekostet hatte, mit etwas Glück, aber verdient, RP Ulm mit 83:75 geschlagen. Überragender Spieler der Baskets war Rickey Paulding, der in der ersten Halbzeit den Alleinunterhalter spielte und 25 seiner insgesamt 34 Punkte machte.

„Wir hatten nach der Niederlage in Göttingen gesagt: Schief gelaufen, aber vergessen“, meinte Krunic, dessen Mannschaft durch ein überragendes erstes Viertel (27:15) die Weichen früh auf Sieg gestellt hatte. Da hatten die Oldenburger, die in der Abwehr sicher standen, das Team von der Donau überrannt. Kurzum: Sie waren in allen Belangen – physisch und spielerisch – überlegen. Als der Vorsprung auf 20 Punkte (64:44/27.) angewachsen war, schien alles klar zu sein.

Dann aber schalteten die Gäste einen Gang zurück, was die Ulmer zurückkommen ließ. „Es ist natürlich schwierig, den Rhythmus, den wir bis dahin hatten, über die gesamte Zeit zu halten. Man darf ja nicht vergessen, dass wir erst zwei Tage zuvor ein Spiel hatten“, meinte Krunic, der ergänzte: „Wir haben da etwas die Konzentration verloren, während die Ulmer zwei Dreier gemacht haben."

Im Schlussabschnitt profitierten die Baskets von einem Spielerwechsel auf Ulmer Seite, der sich schließlich als Rohrkrepierer erweisen sollte: Noch im dritten Viertel hatte Trainer Mike Taylor seine Bankspieler Per Günther und Sebastian Betz – er sorgte für die von Krunic angesprochenen Dreier – aufs Feld gebracht, um die Offensive anzutreiben. Mit durchschlagendem Erfolg, denn in der 34. Minute lagen die Gastgeber nur noch drei Punkte zurück (65:68). Dann aber nahm Taylor gleich vier Spieler raus, brachte seine Stammkräfte wieder aufs Feld – und die rissen zunächst nichts. Statt dessen konterte Oldenburg zum 75:65. Das war am Ende maßgeblich dafür, dass die Baskets ihren Sieg trotz stetigen Ulmer Drucks über die Zeit retten konnten.

Unterm Strich ein verdienter Sieg, was auch Taylor eingestand: „Am Ende hat die größere Erfahrung den Ausschlag gegeben.“ Krunic selbst zeigte sich mit der Leistung seiner Mannen zufrieden: „Wir lagen die ganze Zeit über vorne, haben eine gute Verteidigung gespielt und gerade in der ersten Halbzeit das Rebounding kontrolliert. Damit konnten wir Gegenstöße laufen und einfache Punkte erzielen. Die Mannschaft hat gut gearbeitet.“

Top-Scorer Paulding strahlte: „Das war einer der Tage, an denen man fast alles trifft“, meinte er: „Ich hatte schon in der Aufwärmphase das Gefühl, dass es mein Tag wird. Einer unserer Vorteile ist es, dass wir viele Spieler haben, die eine Partie entscheiden können. Gegen Ulm war ich das.“ Jason Gardner indes war erleichtert, auf der Gewinner-Seite zu stehen: „Am Schluss war für beide Mannschaften alles drin. Man ist müde, wenn man in kurzer Zeit zwei Spiele macht.“

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