Oldenburg Eine 25-stündige Anreise mit Zwischenstopps in Hamburg, Helsinki und Shanghai, dazu drei Spiele an drei Tagen, gepaart mit unzähligen Presse- und PR-Terminen und einer ebenso langen Rückreise: Der China-Trip der EWE Baskets Oldenburg nach Chongqing so kurz vor dem Bundesliga-Start an diesem Donnerstag (20.30 Uhr/große Arena) gegen s.Oliver Würzburg hatte es ohne Frage in sich. Und dürfte an den Basketball-Profis nicht spurlos vorübergegangen sein – psychisch, aber vor allem physisch.

Schließlich birgt eine solche Reise auch immer ein gewisses Verletzungsrisiko. Denn neben den ganzen Reisestrapazen bestritten die Baskets immerhin drei kräftezehrende Partien beim Sino European Champions Cup gegen die Guandong Southern Tigers (66:77), Nischni Nowgorod (61:86) und Xinjiang Flying Tigers (110:94). Bis auf Justin Sears, der aufgrund muskulärer Probleme gegen Xinjiang aussetzen musste, hatte sich kein Spieler ernsthaft verletzt.

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„Natürlich ist es ein Risiko, so kurz vor dem Saisonstart eine solche Mammuttour auf sich zu nehmen. Allerdings ist die Einladung an uns auch ein Beweis für unseren mittlerweile über die Grenzen Deutschlands hinausgehenden guten Ruf“, sagte Club-Boss Hermann Schüller. Dazu verlangte aber auch das Wetter den Oldenburgern einiges ab. Immerhin herrschten in der chinesischen Metropole teilweise über 90 Prozent Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um die 30 Grad.

„Es war ein richtiger Härtetest für uns“, sagte Trainer Mladen Drijencic: „Die ersten beiden Spiele hatten wir vor allem aufgrund des Jetlags Probleme und weil uns Nathan Boothe fehlte, der leider kein Visum für China erhalten hat.“ Der Grund ist bisher nicht bekannt.

Im dritten Spiel fanden die Baskets-Profis um Braydon Hobbs, Gerry Blakes und Karsten Tadda dann aber besser ins Turnier. „Wir mussten eine Schippe drauflegen und sind als Team so noch enger zusammengewachsen. Das macht mich zuversichtlich für die kommende Saison. Meine Jungs haben Charakter gezeigt und sich durchgebissen“, sagte Drijencic, der mit seiner Mannschaft seit Montagabend wieder in Oldenburg ist.

Diesen Biss brauchen die Baskets nun auch ganz dringend für die anstehenden Aufgaben. Denn in den kommenden Tagen bestreiten die Oldenburger gleich drei Spiele in fünf Tagen. Nach dem Auftakt in der Bundesliga gegen Würzburg, steht an diesem Sonntag, 29. September, gleich das Auswärtsspiel bei den Merlins Crailsheim im Achtelfinale des BBL-Pokals (15 Uhr) an. Am Dienstag, 1. Oktober, greifen die Baskets dann auf internationaler Bühne gegen den polnischen Club Arka Gdynia (20 Uhr/große Arena) erstmals im Eurocup ins Geschehen ein.

Dass sich der Aufwand, die Strapazen und der Schweiß auch gelohnt haben, können die Baskets nun beweisen.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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