Oldenburg Es ist die Neuauflage des Playoff-Halbfinals der vergangenen Basketball-Bundesliga-Saison. Anfang Juni ließ Alba Berlin den EWE Baskets Oldenburg beim 3:0 in der Best-of-Five-Serie (drei Siege sind zum Weiterkommen nötig) keine Chance und zog souverän ins Meisterschafts-Finale ein (0:3 gegen Bayern München). An diesem Samstag (18 Uhr) wollen die Donnervögel um Trainer Mladen Drijencic in Berlin den Spieß umdrehen und den Albatrossen die Flügel stutzen.

Alba ist angreifbar

Die Ausgangslage vor dem Spiel des Tabellensechsten aus Oldenburg (10:6 Punkte) und dem Vierten aus der Hauptstadt (10:4) ist in dieser Saison jedoch eine andere als noch in der vergangenen Spielzeit. Im Playoff-Halbfinale profitierte Berlins Trainer Alejandro García Reneses vor allem von einer großen und ausgeglichenen Bank. Er gab zumeist allen zwölf Spielern ihre Einsatzzeiten. Die Rotation bei den Baskets war hingegen meist auf acht oder neun Profis begrenzt. Auf diesen Faktor können die Berliner an diesem Samstag nicht mehr setzen.

Zum einen haben sich die Oldenburger mit Blick auf die Doppelbelastung in der Bundesliga und im Eurocup personell breiter aufgestellt und in Tyler Larson noch einen Spieler nachverpflichtet. Zum anderen plagen die Berliner große Verletzungssorgen. Neben den Langzeitverletzten Stefan Peno und Tyler Cavanaugh fehlen gegen Oldenburg auch Peyton Siva (Muskelverletzung), Johannes Thiemann (Gehirnerschütterung) und der Youngster Malte Delow (Sprunggelenk). Besonders unter dem Korb haben die Gastgeber von der Spree ohne ihre großen Spieler Thiemann und Cavanaugh derzeit große Probleme – die auch Olympiakos Piräus am Donnerstag beim 80:99 in der Euroleague gnadenlos offenlegte. Die Griechen konnten unter dem Korb nach Belieben schalten und walten. „Ohne unsere großen Spieler sind wir auch für Oldenburg auf eine gewisse Art und Weise angreifbar“, sagte Berlins Kapitän Niels Giffey der „Berliner Morgenpost“.

Immerhin hat Alba kurzfristig auf die Verletztenmisere reagiert und Bogdan Radosavljevic (2016 bis 2018 in Berlin) am Freitag zurückgeholt. Der Serbe wurde mit einem Vertrag für zwei Monate ausgestattet. Gegen Oldenburg ist der 26-Jährige direkt einsetzbar und soll Center Landry Nnoko unterstützen.

Mahalbasic im Fokus

Gegen Berlin wird Rasid Mahalbasic in den Blickpunkt rücken. Der Center aus Österreich ist unter dem Korb brandgefährlich. Das weiß auch Giffey: „Er ist auf jeden Fall ein Riesenteil ihres Spiels.“ Aber nicht nur ihn müssen die Berliner im Blick behalten, auch Nathan Boothe und Justin Sears sind wichtige Säulen im Spiel der Oldenburger unter den Körben.

Zudem gilt für die Baskets: die Dreierlinie konsequent zu verteidigen. Denn hier liegt die Stärke der Berliner und Oldenburgs Schwäche in dieser Saison (42,9 Prozent gegnerische Dreier).

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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