Ewe Baskets Oldenburg
In diesem Logo ist (fast) alles anders

Ob Form, Farben oder Schriftart: Die Baskets sind bei der Umgestaltung ihres Logos radikal vorgegangen. Das sind die Hintergründe.

Bild: Martin Remmers
Da ist es: Geschäftsführer Hermann Schüller und Marketing-Leiter Daniel Pleines (verdeckt) enthüllen das neue Logo der Baskets. Das bisherige (rechts) hat ausgedient.Bild: Martin Remmers
Bild: EWE Baskets Oldenburg
Früher war mehr Geflatter: das alte Logo der BasketsBild: EWE Baskets Oldenburg
Bild: Hauke Wiesner
Präsentierten die neuen Trikots: Marko Bacak (links) im Auswärts-, Marcel Keßen im HeimtrikotBild: Hauke Wiesner
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Oldenburg Der Eintritt in das Erwachsenenalter bringt viele, mitunter auch optisch gravierende Änderungen mit sich – so auch bei den EWE Baskets. Seit nunmehr 18 Jahren spielen Oldenburgs Basketballer in der Bundesliga, ihre Zukunft in Deutschlands Eliteklasse werden sie mit einem deutlich veränderten äußeren Erscheinungsbild bestreiten. Am Mittwoch stellte der Club sein neues Logo vor, welches so gut wie nichts mehr mit dem bisherigen zu tun hat.

Ob Form, Farben oder Schriftart: Die Baskets sind bei der Umgestaltung ihres Emblems ziemlich radikal vorgegangen, die auf den ersten Blick gravierendste Neuerung ist die Darstellung des Wappentiers. Der „Donnervogel“ flattert nicht mehr durchs Logo, sondern ragt nun im knalligen Gelb und mit entschlossenem Blick aus dem Rund hervor.

Altes Logo zu „kindlich“

„Der Donnervogel ist erwachsen geworden“, kommentierte Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller mit einem Schmunzeln. Das alte Logo habe zu „kindlich“ und „freundlich“ gewirkt, dies passe aber nicht mehr zum Selbstverständnis des deutschen Meisters von 2009 und des Pokalsiegers von 2015. „Wir sind ja längst nicht mehr der kleine Club wie zu Beginn unserer Bundesliga-Zeit“, erläuterte Schüller: „Wir zählen seit Jahren zu den Spitzenclubs in Deutschland. Und dieses Selbstbewusstsein möchten wir auch mit unserem Erscheinungsbild nach außen dokumentieren.“

Nach Ansicht von Marketing-Leiter Daniel Pleines war das alte Logo „sehr in die Jahre gekommen“. Deswegen sei es an der Zeit gewesen, im Zuge der Überarbeitung des gesamten Marken-Leitbilds der Baskets auch an dieser Stelle etwas zu tun. „Das neue Logo ist nicht mehr so kleinteilig. Es ist dominanter und zugleich leichter“, sagte Pleines, unter dessen Federführung das vor vier Jahren gestartete Langzeitprojekt stand.

Die NWZ hatte schon vor einigen Wochen über die geplante Änderung des Logos und von den Sorgen der Fans über eine mögliche Abschaffung der traditionellen Clubfarben berichtet. Die Anhänger fürchteten, dass die Baskets analog zu ihrem Hauptsponsor die Farbe Blau streichen würden. Wie berichtet, wird die EWE ihr „Corporate Design“ einer Generalüberholung unterziehen und dabei künftig auf die Primärfarben Gelb und Grau setzen.

Bei der Vorstellung des neuen Logos betonte Pleines: „Unsere Farben sind weiterhin Gelb und Blau.“ Der Marketing-Experte sprach von einem marine-blau, in welchem Rickey Paulding und Co. künftig auch bei Auswärtsauftritten auflaufen werden. Ob es sich dabei aber vielleicht doch um eine Graustufe handelt, liegt wohl im Auge des Betrachters.

Schüller betonte, dass die EWE den Baskets bei der Umgestaltung des Logos nicht hineingeredet habe. „Wir wollten unsere Clubfarben unbedingt behalten, um damit auch unsere Eigenständigkeit von der EWE zum Ausdruck zu bringen“, sagte der Geschäftsführer. Diese Unabhängigkeit vom Namenssponsor zeige sich auch darin, dass das neue Logo nicht mehr den firmen-typischen Schriftzug des Energieversorgers enthält. Gleichzeitig bedankte sich Schüller bei der EWE für die finanzielle Unterstützung des Projekts, über dessen Kosten die Baskets keine Angaben machen wollten.

„Sensible Sache“

Der Baskets-Chef zeigte sich mit der Umsetzung sehr zufrieden und hofft nun, dass das neue Logo auch bei den Fans Anklang findet. „Die Veränderung eines Clublogos ist eine sehr sensible Sache, da muss man ausgesprochen behutsam vorgehen“, sagte er. Die Marketing-Abteilung unter Pleines habe da einen „überragenden“ Job gemacht. „Wir haben Vertreter der Fanclubs wie auch der Sponsoren miteinbezogen“, erklärte Pleines: „Wir haben durchweg positive Rückmeldungen bekommen.“

Weitere Neuerungen gibt es im Nachwuchsbereich: Die drei Mannschaften in der ProB (3. Liga), NBBL (Nachwuchs-Basketballbundesliga) und JBBL (Jugend-Basketballbundesliga) starten künftig als „Baskets-Juniors“. Bislang waren diese Teams unter dem etwas sperrigen Namen „Baskets Akademie Weser-Ems“ unterwegs gewesen. Die Zusammenführung beider Marken solle die Identifikation der Jugendspieler mit dem Profiteam fördern, so Pleines.

Die Bezeichnung „Baskets Akademie“ ist seit Mittwoch ebenfalls Vergangenheit, der Verein ist in „Baskets4Life“ umbenannt worden. Der neue Name ist an das Integrations-Projekt „Streetbaskets4live“ angelehnt, im Zuge dessen seit dem Frühjahr an vier Standorten (Bad Zwischenahn, Oldenburg, Rastede, Westerstede) vier Streetball-Plätze entstanden sind. Neuer Vorsitzender des Vereins „Baskets4life“ ist Dr. Uwe Meiners, der im März nach 22 Jahren als Leiter des Museumsdorfs in Cloppenburg in den Ruhestand gegangen war.

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