Oldenburg Eine Woche nach dem Erfolg über Rasta Vechta steht für die EWE Baskets Oldenburg mit dem Duell gegen die Crailsheim Merlins an diesem Samstag (20.30 Uhr/große Arena) das nächste Heimspiel gegen einen Aufsteiger an. Einmal davon abgesehen, dass sich die Baskets erneut in der klaren Favoritenrolle befinden, sind die Voraussetzungen diesmal andere.

Vor dem Spiel gegen Vechta war es für Baskets-Trainer Mladen Drijencic nicht sonderlich schwer, die Sinne seiner Basketball-Profis zu schärfen – er musste lediglich auf den Derbycharakter der Partie sowie auf die starke Form des zuvor viermal in Folge siegreichen Nordwest-Rivalen hinweisen. Crailsheim hingegen hat erst eines von acht Saisonspielen gewonnen und reist als Tabellenvorletzter nach Oldenburg. Die Gefahr, dass seine Schützlinge den Liga-Neuling aus Baden-Württemberg im letzten Spiel vor der Länderspielpause nicht ganz für voll nehmen, ist aus Sicht von Drijencic also weitaus größer als noch vor Wochenfrist.

Um dem entgegenzuwirken, ging der Trainer vor dem Duell mit dem 17. des Bundesliga-Klassements weit über die üblichen Respektbekundungen für einen Gegner hinaus. „Der Tabellenplatz und die Qualität in der Crailsheimer Mannschaft passen nicht zusammen“, betonte Drijencic, der vor allem vor den Fähigkeiten von Ben Madgen und Frank Turner aufseiten der Gäste warnte. Der 33-jährige Madgen spielte in der vergangenen Saison beim litauischen Spitzenclub Rytas Vilnius an der Seite von Ex-Baskets-Spielmacher Chris Kramer. In Crailsheim ist der Australier mit durchschnittlich 16,9 Punkten bester Werfer seines Teams. Der US-amerikanische Spielmacher Turner (30) trägt mit 11,5 Zählern und sechs Vorlagen im Schnitt ebenfalls einen großen Teil zum gefälligen Offensivspiel der Crailsheimer bei. Gerade aus der Distanz trifft das Team des finnischen Trainers Tuomas Iisalo ausgezeichnet, die Dreierquote von 40,3 Prozent ist die drittbeste der Liga. „Wir müssen ihre starken Schützen kontrollieren“, sagte Drijencic und wies zudem auf die beiden Ex-Oldenburger Philipp Neumann (26) und Konrad Wysocki (36) hin: „Sie werden mit großer Motivation auflaufen.“

Bei aller Wertschätzung für den am vergangenen Wochenende spielfreien Kontrahenten weiß Drijencic aber auch um die Schwachstellen des Aufsteigers. Crailsheims Defensive genügte bislang noch nicht den Ansprüchen der Bundesliga, mit 90,8 Punkten pro Partie lässt das Team so viele Zähler des Gegners zu wie keine andere Mannschaft. „Wir müssen den Crailsheimern sofort zeigen, dass es für sie bei uns nichts zu holen ist“, gibt Philipp Schwethelm die Marschroute vor. Wie das aussehen kann, zeigten die Oldenburger vor einer Woche: Gegen Vechta stellten die Baskets mit einem Offensivfeuerwerk im ersten Viertel schon früh die Weichen auf Sieg.

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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