Oldenburg Die Eurocup-Partie gegen Buducnost Podgorica (102:99) am Mittwochabend spiegelte ein wenig die bisherige Saison der EWE Baskets Oldenburg im europäischen Basketball-Wettbewerb wieder. Denn die 2630 Zuschauer in der kleinen Arena sahen ein Spiel, in dem das Team von Trainer Mladen Drijencic erst schwach startete, dann aber mächtig aufdrehte.

Ganz ähnlich verlief auch die diesjährige Gruppenphase im Eurocup für die Oldenburger. Starteten die Baskets auf der europäischen Bühne zunächst mit drei Niederlagen am Stück gegen Arka Gdynia (74:78), Galatasaray Istanbul (79:92) und Dolomiti Trento (81:91), fand die Mannschaft von der Maastrichter Straße im Verlauf der Eurocup-Saison immer besser rein.

Auf die drei Niederlagen folgten fünf Siege in Folge. Der Lohn: Das Team von Drijencic hatte sich als Tabellendritter bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase für die Runde der letzten 16 qualifiziert. In dieser treffen die Baskets in der Gruppe F nun auf Umana Venedig, Brescia Leonessa (beide Italien) und Promitheas Patras (Griechenland). Besonders der Heimsieg gegen Unicaja Malaga (91:78), der den Auftakt der Siegesserie bildete, zeigte die Qualität und das Potenzial, das im Team von Drijencic schlummert – auch wenn die Oldenburger, die aktuell auf drei Hochzeiten tanzen (Bundesliga, Pokal und Eurocup) dies nicht immer abgerufen haben.

Ein Grund ist eben die Mehrbelastung durch die drei Wettbewerbe. Dass die Baskets im Rückspiel in Malaga (68:108) mit Pauken und Trompeten untergingen, hatte allerdings andere Gründe. In Nathan Boothe (Bruch des Schienbeinkopfes), Rasid Mahalbasic (Fieber) und Tyler Larson (Fersenverletzung) fielen gleich drei Leistungsträger aus, die die Baskets gegen das spanische Spitzenteam nicht kompensieren konnten.

Darauf haben die Baskets nun reagiert. Mit Blick auf die hohe Belastung und die Verletzungsprobleme – neben dem langzeitverletzten Boothe sind auch Larson (Ferse), Justin Sears (Hüftverletzung) und Braydon Hobbs (Schlag aufs Knie im Spiel gegen Podgorica) angeschlagen – haben die Oldenburger nun Armani Moore von Eurocup-Gegner Gdynia zurückgeholt. Das teilte der Bundesligist am Donnerstag mit. Moore hatte in der Saison 2017/18 für die Baskets gespielt.

„Unsere Mannschaft spielt erfolgreich in drei Wettbewerben, wird daher bis weit in das Frühjahr hinein mit einer hohen Belastung umgehen müssen. Angesichts der Verletzungsprobleme haben wir uns deshalb entschieden, unseren Kader noch einmal zu verstärken und unser Team wieder breiter aufzustellen“, erklärt Clubboss Hermann Schüller.

Der 25-jährige Moore soll vor allem den Ausfall von Power Forward Boothe auf den sogenannten großen Positionen kompensieren. Im Eurocup kam Moore für Gdynia bisher auf 8,7 Punkte und 3,8 Rebounds im Schnitt. Gegen den MBC Weißenfels könnte er am 26. Dezember (18 Uhr) sein Comeback im Baskets-Dress feiern.

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Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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