Oldenburg „Offense wins games, defense wins championships“: Die alte Weisheit, dass eine gute Offensive zwar Spiele gewinnt, die Defensive aber letztlich die Meisterschaft bringt, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in der Sportwelt des Öfteren bewahrheitet. Gut, dass bei den EWE Baskets Oldenburg am Mittwochabend in der großen Arena beides wunderbar funktionierte.

Beim überraschend deutlichen 98:87 (54:43)-Erfolg gegen Reyer Venedig setzte die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic zum Auftakt der Runde der letzten 16 Teams im Basketball-Eurocup vor 2605 Zuschauern in der Arena an der Maastrichter Straße gleich die erste Duftmarke. „Wir haben den italienischen Meister besiegt. Dabei haben wir 98 Punkte erzielt, 27 Punkte mehr als die Gäste im Schnitt abgeben. Wir haben über die gesamte Partie mit hoher Energie, starker Defensive sowie guter Ballbewegung agiert und nur kurz die Kontrolle im letzten Viertel verloren“, lobte Drijencic seine Schützlinge: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass wir einen der Titelkandidaten besiegt haben.“

Tatsächlich schien Venedig mit einer solch aggressiven Gangart nicht gerechnet zu haben. Schnell haderten die Italiener mit sich selbst, diskutierten mit Trainer Walter de Raffaele und zweifelten an den Schiedsrichter-Entscheidungen. Von Beginn an setzte Oldenburg die Gäste mächtig unter Druck. In 40 Minuten klauten die Baskets den Italienern zwölfmal den Ball und provozierten 18 Ballverluste. Auch unter dem Korb arbeiteten die Oldenburger leidenschaftlich und holten sich trotz der körperlichen Nachteile auf den großen Positionen das Gros der Rebounds (33:30).

Beflügelt durch die couragierte Defensivleistung gelang dem Drijencic-Team im Verlauf der Partie auch in der Offensive so gut wie alles. Besonders Center Rasid Mahalbasic stach mit seinen 25 Punkten heraus. Aber auch Kapitän Rickey Paulding (17 Punkte), Braydon Hobbs (14) und Justin Sears (10) punkteten zweistellig.

„Dieser Sieg macht die Tür auf, um den nächsten Schritt zu gehen“, sagte Mahalbasic. Oldenburgs Flügelspieler Philipp Schwethelm merkte bei aller Euphorie einen, wenn auch kleinen, Kritikpunkt an: „Wenn wir heute etwas an uns kritisieren können, dann, dass wir einen Weg finden müssen, diese Energie über 40 Minuten zu zeigen und nicht mit elf Punkten, sondern mit 20 Punkten Vorsprung zu gewinnen.“ Denn nachdem die Baskets sich im dritten Viertel eine komfortable Führung herausgespielt hatten (81:63), ließen die Oldenburger Venedig noch einmal etwas Morgenluft schnuppern – auch wenn der Bundesligist den Sieg letztlich hochverdient über die Zeit brachte.

Mit diesem Selbstbewusstsein reisen die Oldenburger nun nach Ulm, wo an diesem Sonntag (15 Uhr) das Halbfinale im deutschen Pokal ansteht. Getreu dem Motto: „Offense wins games, defense wins championships“.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.