Oldenburg Ohne Tyler Larson haben sich die EWE Baskets Oldenburg am Montag zum Eurocup-Gruppenspiel an diesem Dienstag (20.45 Uhr) beim spanischen Erstligisten Unicaja Malaga aufgemacht. Der an der linken Ferse verletzte Basketballprofi aus den USA solle „in Oldenburg medizinisch betreut werden“, hatte Baskets-Trainer Mladen Drijencic am Sonntagabend nach der 91:104-Heimniederlage im Bundesligaspiel gegen RP Ulm gesagt.

Zusätzlich musste dann auch noch Rasid Mahalbasic kurzfristig passen. Der Center bekam Fieber und blieb in Oldenburg.

Wie wichtig Larson inzwischen für das Oldenburger Spiel ist, war gegen Ulm deutlich geworden – weil er fehlte. Es waren nämlich die zündenden Ideen eines Einzelnen, die den mannschaftlich fraglos guten Oldenburgern manches Mal geholfen hätten. In seiner Spielweise erinnert der 27-Jährige an den individuell so starken Will Cummings, der bei den Baskets in der vergangenen Saison beeindruckt hatte. Auch er hatte immer wieder die entscheidende Lücke in der gegnerischen Verteidigung gesucht und oft gefunden, wenn die Arbeit des Kollektivs dieses nicht geschafft hatte. Die Verletzung hinderte Larson nun am Mitwirken, er verfolgte die Partie gegen Ulm von der Bank aus und saß neben dem langfristig ausfallenden Nathan Boothe.

Dass Larson und Mahalbasic in Malaga nicht mitspielen können, ist aus sportlicher Sicht zu verkraften. Die Baskets haben nach acht von zehn Gruppenspielen das Weiterkommen bereits sicher, auch Malaga ist schon für die zweite Gruppenphase qualifiziert. Wichtiger wird sein, den schnellen Aufbauspieler Larson bis zum Pokalspiel bei den Baskets Bonn an diesem Sonntag (18 Uhr) fit zu bekommen. Eine neuerliche Schonung wäre im abschließenden Eurocup-Gruppenspiel gegen Buducnost Podgorica am Mittwoch, 18. Dezember (20.45 Uhr, große Arena), möglich. In der Bundesliga sind die Oldenburger erst wieder am 2. Weihnachtstag gefordert, wenn das Team beim MBC Weißenfels spielt. Im Punktspielbetrieb werden die Dienste von Larson dringend benötigt. Denn der sechste Platz, auf dem das Team aktuell liegt, ist nicht das, was sich die Verantwortlichen vor der Saison vorgenommen haben.

Wegen des Ausfalls von Boothe, der wohl bis Ende Februar fehlt, werden die Baskets möglicherweise noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. Der Sportliche Leiter Srdjan Klaric hat diesen Markt ständig im Blick. Die Nachverpflichtung eines Spielers für die sogenannten großen Positionen würde aber nur Sinn ergeben, wenn ein Zugang dem Team sofort hilft. Und in dieser Phase der Saison liegt darin das Problem. Denn Spieler, die mit den Fähigkeiten von Boothe von heute auf morgen in das nun mehr und mehr greifende System der Baskets passen, gibt es nicht von der Stange.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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