Ewe Baskets Oldenburg
Darum spricht der Neue vom Meistertitel

Will Cummings startet mit Oldenburg in die neue Saison. Geschäftsführer Schüller mag keine genaue Platzierung als Saisonziel ausgeben. Doch eines ist klar: Die Playoff-Teilnahme muss her.

Bild: Torsten von Reeken
PK Saisoneröffnung EWE Baskets 2018Bild: Torsten von Reeken
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Oldenburg Will Cummings ist als Basketballprofi bereits ordentlich herumgekommen. Nachdem er sein Heimatland USA verlassen hatte, war der 26-Jährige bereits in Italien, Griechenland und der Türkei aktiv. Dass er unmittelbar vor seiner ersten Spielzeit beim Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg weiterhin die typisch US-amerikanische Siegermentalität innehat, machte der Zugang am Mittwoch deutlich. „Jetzt spiele ich in Deutschland“, sagte der Aufbauspieler bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz seines neuen Arbeitgebers, „also will ich in Deutschland die Meisterschaft gewinnen“.

Zu solch forschen Aussagen würden sich seine Vorgesetzten nie hinreißen lassen, dennoch sehen Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller und Cheftrainer Mladen Drijencic die Zielsetzung von Cummings mit Freude. Denn der 1,88 Meter große Profi soll mit seiner mutigen Art, die bei so vielen US-amerikanischen Basketballern in Europa zu beobachten ist, die Baskets weiter voranbringen.

Wohin genau das aber führen soll, da wollen sich weder Schüller noch Drijencic genau festlegen. „Wir wollen am Saisonende einen Rang belegen, der zur Teilnahme an einem Europapokal-Wettbewerb berechtigt“, sagte Schüller. Und das ist derzeit wegen des Neben- und Übereinanders von vier Europacup-Wettbewerben und diverser Wildcards schwer in Platzierungen auszudrücken. In der nun startenden Saison sind die Baskets nicht auf der europäischen Bühne vertreten, in der Spielzeit 2019/20 wollen sie aber wieder in der Champions League dabeisein, die vom europäischen Ableger des Weltverbandes Fiba organisiert wird. Welche Platzierung aber dafür am Ende der Bundesliga-Saison 2018/19 nötig ist, steht im Moment noch nicht fest.

Ein wenig konkreter wurde Schüller dann aber doch. Die Playoff-Teilnahme, also mindestens Platz acht nach der Punktrunde, solle es schon sein, sagte der Geschäftsführer. Alles andere wäre angesichts sehr guter Rahmenbedingungen und eines zweifellos exzellent besetzten Kaders auch eine Enttäuschung.

Cummings sagt indes über die Bundesliga das, was auch andere Profis mit viel Auslandserfahrung meist erklären. „Die Liga ist für eine sehr körperbetonte Spielweise bekannt“, berichtete die Neuverpflichtung, „mich schreckt das aber nicht ab. Im Gegenteil, es reizt mich.“

Zum anderen sind – aber das sagte Cummings freilich nicht – Bundesligisten dafür bekannt, Gehälter pünktlich zu zahlen. Denn das ist im europäischen Profibasketball nicht überall die Regel. Bei Cummings mag es in der vergangenen Saison beim Eurocup-Sieger Darüssafaka Istanbul zwar der Fall gewesen sein, die politische Entwicklung in der Türkei in den vergangenen Jahren wird aber zu seinem Wechsel beigetragen haben. Cummings ist im Gespräch anzumerken, dass er nichts Schlechtes über frühere Arbeitgeber oder die Bedingungen seiner ehemaligen Gastländer sagen will. Dass es zwischen den USA beziehungsweise westeuropäischen Demokratien einerseits und der Türkei andererseits große Unterschiede beim Ausleben individueller Freiheiten gibt, ist inzwischen aber eine Binsenweisheit. Übrigens: Auch die beiden anderen Baskets-Zugänge, der US-Amerikaner Nathan Boothe (24) und der Mazedonier Vojdan Stojanovski (30), waren zuvor für türkische Clubs im Einsatz gewesen.

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