Oldenburg Auf den Tag genau vor sechs Jahren spielten die EWE Baskets quasi in „fremder“ Halle – jedoch vor heimischem Publikum. Im ersten Spiel in der neuen Arena strömten allerdings doppelt so viele Fans wie zuvor auf die Ränge – und sahen am 20. April 2013 einen souveränen 84:74-Heimsieg der Oldenburger Bundesliga-Basketballer gegen die Baskets Bonn.

Genau sechs Jahre später ist von der Mannschaft nur noch Rickey Paulding übrig. Der Kapitän will sein aktuelles Team aber auch an diesem Samstagabend (18 Uhr) im dann genau 100. Hauptrundenspiel in der großen Arena, die für ihn inzwischen wie ein zweites Wohnzimmer sein dürfte, gegen s.Oliver Würzburg zum Sieg führen.

Doch nicht nur Paulding fühlt sich in der heimischen Arena wohl – auch die Fans kommen gerne dorthin. Die Partie am Samstag wird wieder einmal ausverkauft sein – und viele der 6000 Zuschauer sind treue Baskets-Unterstützer. Deshalb spielen die Oldenburger gegen Würzburg mit Sondertrikots, auf denen die Vornamen aller 3600 Dauerkarten-Inhaber stehen – und die anschließend unter den Saisonticket-Inhabern verlost werden.

Nicht nur die Symbolik, auch die Statistik spricht für die Oldenburger: Erst eines von 14 Spielen haben die Baskets zu Hause in der laufenden Bundesliga-Saison verloren. Und auch das Hinspiel in Würzburg gewannen die Baskets mit 88:78.

Doch die Würzburger kommen mit einem starken Erfolgserlebnis im Rücken und deshalb mit mächtig viel Selbstvertrauen zum Nord-Süd-Duell. Denn am Mittwoch zog das Team aus Bayern ins Finale des Europe Cup ein. Gegen den zehnmaligen italienischen Meister Pallacanestro Varese gewann die Mannschaft von Trainer Denis Wucherer das Halbfinal-Rückspiel mit 89:86 und treffen dort auf den italienischen Erstligisten Dinamo Sassari.

Auch Baskets-Trainer Mladen Drijencic weiß um die Stärken der Gäste, die in der Tabelle einen Playoff-Platz belegen: „Würzburg hat in der Liga und mit dem Einzug ins Finale des Europe Cups die Qualität nachgewiesen. Sie versuchen mit den kleinen und flinken Guards schnell zu spielen und viel in der Transition zu punkten. Dafür müssen wir mit unserer Verteidigung bereit sein“, warnt der Coach.

Zudem müssen sich die Oldenburger, die zuletzt mit einer starken Offensive überzeugten und in den letzten sieben Partien 96,3 Punkte im Schnitt erzielten, auf eine starke Verteidigung einstellen. „In der Defensive erwarten uns viele Switches, viel Druck und viele Variationen. Damit versuchen die Gäste den Rhythmus zu brechen“, meint Drijencic. Nur 80,6 Punkte lässt die Würzburger Defensive pro Spiel durchschnittlich zu. Damit liegen sie auf Rang vier der Liga: hinter München (75,6), Berlin (79,5) – und Oldenburg (79,8).

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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